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139. IOC-Session

Heftige Kritik aus dem IOC an WM-Plänen der FIFA

Peking (dpa)

Die FIFA-Pläne für eine Fußball-WM alle zwei Jahre stoßen im Internationalen Olympischen Komitee auf deutliche Ablehnung.

Von dpa

Stößt auch im IOC mit seinen WM-Plänen auf Widerstand: Gianni Infantino. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Während der 139. IOC-Session kurz vor Beginn der Winterspiele in Peking forderten mehrere Mitglieder des Ringe-Zirkels den Fußball-Weltverband zum Umdenken auf. «Dieser Plan würde unermesslichen Schaden erzeugen und den Sport insgesamt gefährden», sagte der Präsident der Vereinigung der Nationalen Olympischen Komitees Afrikas, Mustapha Berraf.

Auch Ringer-Weltverbandschef Nenad Lalovic und Athletenvertreter Ryu Seung-min kritisierten am Donnerstag die FIFA-Vorschläge und forderten mehr Solidarität des Fußballs mit der Sportgemeinde. Die Änderung des WM-Rhythmus ist seit Monaten großes Streitthema im Fußball - die Europäische Fußball-Union UEFA und die südamerikanische Konföderation Conmebol sind dagegen. Bislang werden die Weltmeisterschaften alle vier Jahre ausgerichtet.

FIFA-Präsident Gianni Infantino ist selbst IOC-Mitglied. Der Schweizer habe seine Teilnahme an der IOC-Session in Peking aber am 1. Februar abgesagt, teilte IOC-Chef Thomas Bach mit. Infantino war erst in der Vorwoche erneut in die Kritik geraten, weil er einen engeren WM-Rhythmus als mögliches Hilfsmittel gegen Migration aus Afrika beschrieben hatte. Der FIFA-Chef versicherte kurz darauf, er sei missverstanden worden.

IOC-Präsident Bach mahnte, man solle die Diskussion um die FIFA-Pläne nicht in Abwesenheit von Infantino führen. Er werde die kritischen Anmerkungen der IOC-Mitglieder daher nun dem FIFA-Chef übermitteln.

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