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Sportpolitik

Sportausschuss-Chef Ullrich: Olympia-Bewerbung «überfällig»

Berlin (dpa)

Frank Ullrich, der Vorsitzende des Sportausschusses im Bundestag, hat sich erneut für eine deutsche Olympia-Bewerbung ausgesprochen.

Von dpa

Sportausschuss-Chef Frank Ullrich würde eine deutsche Olympia-Bewerbung «sehr begrüßen». Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

«Ja, das ist meiner Ansicht nach längst überfällig. Ich bin mir sicher, dass das sehr viele Sportler und Sportlerinnen in Deutschland genauso sehen. Ich würde eine Bewerbung sehr begrüßen und mich dafür 100 Prozent einsetzen», sagte der Biathlon-Olympiasieger von 1980 der «Welt am Sonntag».

«Wir werden fabelhafte, nachhaltige Spiele veranstalten können, wenn es die Mehrheit der Gesellschaft ernsthaft möchte, da bin ich mir sicher», meinte der 64-Jährige. «Wobei der Bevölkerung verdeutlicht werden muss, dass sich die notwendigen Kosten in vielfältiger Hinsicht amortisieren würden.»

Zu gegebener Zeit werde er das Thema auch bei Bundeskanzler Olaf Scholz und Innenministerin Nancy Faeser ansprechen, sagte der SPD-Abgeordnete. «Ich werde aber mit vollem Engagement daran arbeiten, dass wir uns nicht nur darüber unterhalten, sondern auch konstruktiv etwas getan wird, um die Wertigkeit des Sports in der Gesellschaft neu zu beleben», betonte Ullrich.

Ullrich gegen Altersbegrenzung bei Olympia

Trotz des Olympia-Dramas um die 15 Jahre alte russische Eiskunstläuferin Kamila Walijewa bei den Winterspielen in Peking sprach sich Ullrich gegen eine Altersbegrenzung aus. «Es wird immer Früh-und Spätentwickler geben. Als im Vorjahr in Tokio im Skateboard- Wettbewerb der Frauen zwei 13-Jährige die ersten beiden Plätze belegten, gab es doch auch keine Diskussionen», sagte er. «Franziska van Almsick war 14 Jahre alt, als sie 1992 in Barcelona auf sechs Strecken startete, neun schwere Rennen bestritt und vier Medaillen gewann. Wer seine Leistung bringt und sich qualifiziert, sollte auch starten können», forderte der Sportausschuss-Chef.

Der Fall Walijewa hatte in Peking für heftige Debatten über minderjährige Spitzensportlerinnen gesorgt. Wegen des Dopingvergehens der Europameisterin aus dem Dezember, das erst während Olympia bekannt wurde, geriet vor allem die Moskauer Eiskunstlaufschule von Trainerin Eteri Tutberidse in den Fokus.

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