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Fußball-WM in Katar

Bierhoff glaubt an Superstars: Vorteil für Messi und Neymar

Al-Shamal (dpa)

Welche Spieler drücken der WM in Katar ihren Stempel auf? Oliver Bierhoff rechnet mit den Superstars. Den besten Fußballern kommt der Termin mitten in der Saison entgegen, glaubt der DFB-Direktor.

Von dpa

DFB-Direktor Oliver Bierhoff spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Federico Gambarini/dpa

Der ungewöhnliche WM-Termin mitten in der Saison spielt den Besten der Fußball-Branche in die Karten. Das erwartet jedenfalls Ex-Nationalspieler Oliver Bierhoff. «Ich glaube, für Superstars, nehmen wir einen Lionel Messi zum Beispiel oder Kylian Mbappé oder Neymar, ist diese WM ein Vorteil», sagte der DFB-Direktor im deutschen Trainingsareal in Al-Shamal.

Man habe in der Vergangenheit gesehen, «dass sie am Ende der Saison ausgelaugt waren, weil das Spieler sind, die viele Termine haben, Medientermine, PR-Termine. Da hatte ich schon sehr häufig den Eindruck, dass diese Spieler am Ende der Saison vom Kopf her bei einer Weltmeisterschaft nicht so viel Spaß haben und nicht mehr geben können», sagte Bierhoff, der 2002 mit der DFB-Elf Vizeweltmeister wurde.

Die WM in Katar, die am Sonntag mit der Partie zwischen Gastgeber Katar und Ecuador begann, findet wegen der im Sommer extrem hohen Temperaturen am Persischen Golf bis zum 18. Dezember statt. Die europäischen Ligen unterbrechen für das Turnier ihren Spielbetrieb. Normalerweise wird die WM im Juni und Juli gespielt.

Der Termin kommt aus Bierhoffs Sicht aber auch der deutschen Mannschaft aktuell zupass. «Wir sind froh, dass wir Spieler haben, die alle aus einer erfolgreichen Zeit kommen», sagte Bierhoff vor dem Auftakt der DFB-Elf am Mittwoch (14.00 Uhr/ARD und MagentaTV) im Chalifa International Stadium gegen Japan. «Wir haben Spieler, die in der Champions League erfolgreich waren, die in der Meisterschaft gut gespielt haben, deswegen bin ich für unseren Kader guter Dinge. Die Rückmeldung der Athletiktrainer und Physios ist so, dass wirklich alle in sehr guter Form sind», fügte der 54-Jährige an.

Noch im September sah das anders aus, als speziell die Spieler des FC Bayern München in einer Schaffenskrise steckten. «Wir haben über Bayern München bei der letzten Länderspielreise gesprochen, dass das nachgewirkt hat», erinnerte Bierhoff an die letzten Partien in der Nations League, als durch ein 0:1 gegen Ungarn der Gruppensieg verspielt wurde und beim 3:3 in England ein Prestigeerfolg misslang. Bei der WM bilden die sieben Akteure des deutschen Rekordmeisters um die Routiniers Manuel Neuer und Thomas Müller sowie Jungstar Jamal Musiala das größte Club-Kontingent in der DFB-Auswahl.

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