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Winterspiele in Peking

Das war die Olympia-Nacht

Peking (dpa)

Am Eröffnungstag der Olympischen Winterspiele sind in Peking weitere Corona-Fälle entdeckt worden. Während die deutsche Eishockey-Mannschaft ihr erstes Training nicht vollzählig absolviert, beschert Paul Fentz dem Eiskunstlauf-Team einen Fehlstart.

Von dpa

Die US-Torhüterin Maddie Rooney in Aktion. Foto: Petr David Josek/AP/dpa

Die Corona-Pandemie bleibt ein bestimmendes Thema der Olympischen Winterspiele in Peking. Vor der Eröffnung kamen weitere Fälle dazu.

CORONA: Vor dem Beginn der Spiele sind weitere Beteiligte positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie die Organisatoren mitteilten, wurden bei 72.425 Corona-Tests am Vortag 21 Infizierte entdeckt. 14 der Infektionen wurden demnach bei Sportlern, Betreuern und anderen Olympia-Akkreditierten am Pekinger Flughafen bei der Anreise am gleichen Tag festgestellt. Die übrigen sieben Infizierten sind Personen in der Olympia-Blase, die schon zuvor angereist waren. Die Gesamtzahl der Corona-Fälle ist seit dem 23. Januar auf insgesamt 308 gestiegen. Insgesamt sind den Angaben zufolge zwischen dem 23. Januar und dem 3. Februar 11.963 Personen zu den Spielen über den Flughafen Peking angereist.

VIDEOBEWEIS: Kuriosum beim Eishockey-Turnier der Frauen: Am Ende der Partie zwischen Finnland und den USA hatten die Schiedsrichterinnen einen korrekt erzielten Treffer der Finninnen 2:20 Minuten vor Schluss nicht gegeben - und diesen Irrtum erst nach dem Studium der Videobilder nach der Partie erkannt. Als das Spiel bereits offiziell beendet war und die Mannschaften sich schon zum Handschlag auf dem Eis gegenüberstanden, entschieden die Unparteiischen, dass noch einmal zwei Minuten und 20 Sekunden nachgespielt werden müssten. Eine Wende gelang Finnland aber nicht mehr, es blieb beim 2:5.

HOFFNUNG: Der deutsche Eiskunstläufer Nolan Seegert hat nach seinem positiven Corona-Test weiter einen Einsatz im Paarlauf im Visier. Er werde alles dafür tun, mit seiner sportlichen Partnerin Minerva Hase wie geplant am 18. und 19. Februar im Paarlauf-Wettbewerb antreten zu können, schrieb der 29 Jahre alte Berliner in den sozialen Netzwerken. Den Start im Teamwettbewerb vor der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Peking verpasste das Duo. Seegert war als erster deutscher Athlet in Peking positiv auf das Coronavirus getestet worden und befindet sich in einem Isolations-Hotel.

MEDAILLENJAGD: Der deutsche Leistungssportchef Dirk Schimmelpfennig hat keinen Zweifel daran, dass erneut Norwegen die Nummer eins im Medaillenspiegel der Olympischen Winterspiele in Peking sein wird. «Norwegen ist das Maß aller Dinge. Es ist die führende Wintersportnation», sagte der Chef de Mission. Das skandinavische Land hatte 2018 in Pyeongchang 39 Medaillen gewonnen. Deutschland folgte mit 31 Edelplaketten auf Platz zwei vor Kanada (29).

FEHLSTART: Die deutschen Eiskunstläufer haben im Team-Wettbewerb durch Paul Fentz einen Fehlstart hingelegt. Der Berliner konnte sein Kurzprogramm nicht wie geplant umsetzen und wurde Letzter. «Beim Toeloop war ich viel zu schnell, zu energiegeladen. Da blieb mir nur die Doppelkombi übrig», sagte der deutsche Meister. Da der 29-Jährige nur für den Teamwettbewerb gemeldet wurde, sind die Winterspiele für ihn schon wieder beendet. Nach dem coronabedingten Ausfall des Paares Nolan Seegert/Minerva Hase war das deutsche Team im ersten olympischen Wettbewerb chancenlos, da ohnehin nur fünf der zehn Mannschaften das Finale erreichen. Ziel der Deutschen ist deshalb Platz acht, um die Olympia-Förderung für die kommenden vier Jahre zu sichern. Nach dem Auftritt der Eistänzer Katharina Müller/Tim Dieck (Berlin/Dortmund) lag das Team auf Rang neun.

DEZIMIERT: Deutschlands Eishockey-Nationalteam hat ohne vier Spieler erstmals in Peking trainiert. Bei der Einheit nach der Ankunft in der Olympia-Stadt am Vortag fehlten die Abwehrspieler Marcel Brandt und Korbinian Holzer sowie die Stürmer Stefan Loibl und Daniel Pietta. Gründe für das Fehlen von drei Spielern nannte der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) zunächst nicht. Ein Spieler aus dem 25-köpfigen Kader war noch nicht mit nach Peking geflogen, da er nach einer Corona-Infektion in Deutschland noch nicht genügend negative Tests vorweisen konnte. Der namentlich bislang nicht benannte Nachzügler soll am Samstag in Peking eintreffen. Am Donnerstag startet Deutschland gegen Rekord-Olympiasieger Kanada ins Turnier.

EISZEITEN: Die deutschen Rodler gehen optimistisch in ihren Einzel-Wettbewerb an diesem Wochenende. Im Abschlusstraining fuhr der Oberhofer Johannes Ludwig Bestzeit. «Die Anspannung und die Aufregung wird größer, das gehört aber dazu. Ich habe in St. Moritz gesehen, wenn man nicht hundertprozentig bei der Sache ist, können auch mal unerwartet Fehler passieren», sagte der Weltcup-Gesamtsieger, der beim Saisonfinale in St. Moritz im Finallauf patzte. Der Olympia-Dritte gilt nach insgesamt fünf Weltcupsiegen in diesem Winter als Topfavorit. Der Berchtesgadener Felix Loch fuhr im sechsten und letzten Trainingslauf die zweitbeste Zeit, nachdem er am Vortag die Bestzeit ins Eis zauberte.

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