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FIFA-Präsident

Infantino macht Selfie bei Totenwache für Pelé

Santos (dpa)

Tausende Fans nehmen im Stadion seines langjährigen Vereins FC Santos Abschied von der brasilianischen Fußball-Legende Pelé. FIFA-Chef Gianni Infantino sorgt für Wirbel.

Von dpa

FIFA-Präsident Gianni Infantino (l) sorgte mit dem Selfie während der Totenwache für Pelé für Aufsehen. Foto: Andre Penner/AP/dpa

Mit einem Selfie bei der Totenwache für die brasilianische Fußball-Ikone Pelé dürfte Gianni Infantino für Aufsehen sorgen.

Der 52 Jahre alte Präsident des Weltfußballverbandes FIFA fotografierte sich per Smartphone mit dem ehemaligen Santos-Profi Lima - nicht weit vor ihnen lag im Vila Belmiro-Stadion des FC Santos der Sarg mit dem aufgebahrten Pelé. Er war am Donnerstag vergangener Woche nach einem Krebsleiden mit 82 Jahren gestorben.

Bei seinem Besuch hatte Infantino erklärt, dass die FIFA alle 211 Fußballverbände der Welt darum bitten werde, ein Stadion nach Pelé zu benennen. «Die Kinder, die kommenden Generationen auf der ganzen Welt müssen wissen, wer Pelé war. Und wenn sie dann in 30, 50, 100 Jahren ein Tor in einem nach Pelé benannten Stadion schießen und fragen, wer er war, können wir sagen: Er war der größte und er hat uns bewegt», sagte Infantino.

Brasiliens Präsident Lula nimmt Abschied von Pelé

Nach Tausenden Fans erwies auch der neue brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva Pelé die letzte Ehre. Der Staatschef besuchte die Totenwache im Stadion von Pelés langjährigem Verein FC Santos und nahm Abschied von dem dreifachen Weltmeister, wie im Fernsehsender TV Globo zu sehen war. Lula umarmte Pelés Sohn Edinho sowie dessen Witwe Marcia Aoki und sprach mit weiteren Angehörigen und Freunden direkt am Sarg ein Gebet.

Lula war am Sonntag als neuer Staatschef des größten Landes Lateinamerikas vereidigt worden. Er regierte Brasilien bereits von 2003 bis 2010.

Bis zum Dienstagmorgen waren über 150.000 Fans an dem in der Spielfeldmitte des Estádio Urbano Caldeira aufgebahrten Sarg vorbeigezogen, wie die Zeitung «Folha de S. Paulo» berichtete. Später sollte der Leichnam in einer Trauerprozession durch das Viertel, in dem Pelés 100-jährige Mutter noch immer lebt, zu dem Friedhofs-Hochhaus Memorial Necrópole Ecumênica gebracht werden. Dort sollte Pelé im Kreis der Familie beigesetzt werden.

Edson Arantes do Nascimento, wie der Stürmer mit vollem Namen hieß, prägte den Fußball wie kaum ein anderer und war schon zu Lebzeiten eine Legende. Mit 77 Treffern in 92 Länderspielen ist Pelé noch immer Rekordtorschütze der Seleção, der brasilianischen Fußball-Nationalmannschaft - zusammen mit seinem 30 Jahre alten Landsmann Neymar, der ebenfalls auf 77 Tore kommt.

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