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Olympia

US-Basketballer im Finale - Viertes Gold in Folge möglich

Saitama (dpa)

Die US-Basketballer lassen sich auch von einem großen Rückstand nicht verunsichern. Vor allem Kevin Durant übernimmt auf dem Weg ins Finale viel Verantwortung. Nun geht es gegen Frankreich um Gold.

Von Thomas Wolfer, dpa

Die US-Basketballer um Kevin Durant (r) und Draymond Green stehen im Finale. Foto: Eric Gay/AP/dpa

Als die olympische Gold-Mission der US-Basketballer auf dem Spiel stand, war Kevin Durant voll da. «Viele haben erwartet, dass wir in dieser Situation scheitern», sagte der NBA-Superstar nach dem 97:78 (42:45) im Halbfinale gegen Australien.

15 Punkte lagen die Amerikaner schon zurück. «Aber wir waren bereit zu kämpfen und wussten, dass wir schnell zurückkommen können», sagte Durant. Mit seinen 23 Punkten, viel Ruhe und Übersicht hatte der 32-Jährige von den Brooklyn Nets großen Anteil daran, dass die USA am Samstag (4.30 Uhr MESZ) im Endspiel gegen Frankreich schon zum vierten Mal nacheinander Olympiasieger werden können.

«Jedes Mal eine neue Erfahrung»

«Die Reise bis hierher hat Spaß gemacht. Es passiert selten, dass man so oft die Chance zu Gold hat», sagte Durant: «Ich freue mich sehr auf das Finale. Das ist jedes Mal eine neue Erfahrung.» 2012 und 2016 war er bei den Gold-Triumphen schon mit dabei, 2008 verfolgte er das noch aus der Ferne. Während andere Größen aus der stärksten Liga der Welt wie LeBron James, Russell Westbrook oder Stephen Curry auf den Trip nach Tokio verzichteten, ist der Ausnahmekönner schon wieder mit dabei. «Er muss nicht hier sein, aber er ist zu 100 Prozent hier und ein großartiger Anführer», sagte Teamkollege Devin Booker über «KD».

Auch Trainer Gregg Popovich lobte Durant, der als Weltmeister, zweimaliger NBA-Champion und elfmaliger Allstar so hoch dekoriert ist wie keiner seiner Kollegen. Durant lebe den olympischen Geist vor, ohne sich in den Mittelpunkt zu stellen. Schon jetzt ist er der erfolgreichste Punktesammler in der ruhmreichen Geschichte des US-Teams, das in diesem Jahr nur ein Dream Team light ist. Viele große Namen fehlen im Vergleich zu vergangenen Zeiten, und doch sind sie der Konkurrenz in den entscheidenden Momenten schlicht überlegen. Daran ändert auch die Niederlage zum Auftakt gegen Frankreich - ihre erste bei Olympia seit 17 Jahren - nicht wirklich viel.

USA drehen spät auf

Nur kurz durfte Australien auf die Endspiel-Teilnahme hoffen. Ein 26:41 im zweiten Viertel drehten Durant und Co. in der zweiten Halbzeit eiskalt. «Sie haben uns filetiert und es sah so aus, als hätten wir nie zusammen gespielt», sagte Popovich zur starken Anfangsphase der «Boomers». Doch dann habe man sich vor allem in der Defensive gesteigert, die Australier waren fortan chancenlos.

In der Saitama Super Arena geht es zum Abschluss erneut gegen den WM-Dritten Frankreich, der sich im zweiten Halbfinale dramatisch mit 90:89 gegen Europameister Slowenien durchgesetzt hatte. Auch Superstar Luka Doncic, der erstmals im Nationaltrikot verlor, konnte das Aus mit dem dritten Triple-Double der Olympia-Geschichte (16 Punkte, 10 Rebounds, 18 Assists) nicht verhindern.

Seit das Dream Team um Michael Jordan und Magic Johnson 1992 in Barcelona triumphierte, hieß der Goldgewinner sechs von sieben Mal USA, unterbrochen nur in Athen 2004 von Argentinien. Der Lauf soll fortgesetzt werden. «Ich würde am liebsten jetzt gleich spielen», sagte Flügelspieler Zach LaVine.

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