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Formel 1

Verstappen holt Kanada-Pole - Schumacher auf Platz sechs

Montréal (dpa)

Verstappen fährt vorneweg. Pole für den Titelverteidiger. Und die Rivalen sind weit weg. Auf Rang zwei schafft es ein Altmeister. Gut läuft es auch für Mick Schumacher.

Von Jens Marx, dpa

Startet in Kanada von der Pole: Max Verstappen. Foto: Ryan Remiorz/The Canadian Press/AP/dpa

Max Verstappen hat auf dem nass-rutschigen Kurs in Montréal Kurs auf seinen nächsten Sieg genommen. Der WM-Spitzenreiter und Titelverteidiger schnappte sich souverän die Pole Position für den Großen Preis von Kanada.

«Ich bin super happy», sagte Verstappen. In der Qualifikation am Samstag verwies er im Red Bull bei seiner zweiten Pole in diesem Jahr und der 15. seiner Karriere den 40 Jahre alten zweimaligen Champion Fernando Alonso im Alpine auf den zweiten Platz. «Wir werden Max in der ersten Kurve attackieren», kündigte der Spanier mit einem Grinsen an. Dritter wurde Carlos Sainz im Ferrari vor Rekordweltmeister Lewis Hamilton im Mercedes.

Schumacher in Top Ten

In die Top Ten schaffte es auch Mick Schumacher. Der 23 Jahre alte Haas-Pilot darf sich von Startrang sechs nach seinem bisher besten Qualifying auch Hoffungen auf seine ersten Punkte in der Königsklasse des Motorsports machen. «Es hat sich von der ersten Runde an sehr gut angefühlt», sagte er beim Sender Sky Sport. «Hoffentlich können wir in der Position bleiben, wenn nicht noch ein bisschen weiter nach vorn kommen.»

Der WM-Zweite Sergio Perez kam auf der rutschigen Strecke indes vorzeitig vom Kurs ab und krachte im zweiten Durchgang in die Streckenbegrenzung. Verfolger Charles Leclerc mühte sich erst gar nicht allzu sehr. Für den 24 Jahre alten WM-Dritten aus Monaco wurde nach vier Poles in Serie ohne Sieg die K.o.-Ausscheidung zur Übungseinheit.

Wegen des Wechsels diverser Motorteile muss Leclerc an diesem Sonntag (20.00 Uhr MESZ/ Sky) in seinem Ferrari vom Ende des Feldes starten. Nach Platz 15 stieg er vorzeitig aus seinem Wagen. Nicht viel weiter vorn wird Sebastian Vettel stehen, der viermalige Champion enttäuschte nach vielversprechenden Trainingseindrücken als 17. mit seinem Aston Martin.

Nach dem sonnig-warmen Auftakt am Freitag zeigte sich Montréal von seiner unberechenbaren Seite. Deutlich kühler war es mit gerade mal zwölf Grad Außentemperatur - und es war zunächst richtig nass. Auf dem Kurs mit Millimeterarbeit unter anderen bei der legendären «Wall of Champions» eine weitere Herausforderung.

Die Fahrer kamen erstmal mit den Regenreifen auf den schnellen Circuit Gilles Villeneuve und sie kamen alle, als es losging. Das Risiko, dass es wegen eines Crashs keine Möglichkeiten mehr auf eine schnelle Runde geben würde, war zu groß.

Auf den Rängen saßen die Fans in Regencapes, auf der Strecke war die Sicht alles andere als gut für die Fahrer. «Ich kann nicht viel vor mir sehen», funkte Hamilton. Es entwickelte sich ein munterer Wechsel auf den ersten Plätzen. Eng wurde es rasch für Vettel, der unter gleichen Bedingungen im Freien Training zuvor noch Dritter geworden war. Zu eng, Vettel schied aus. «Das kann nicht sein», funkte er an seinen Kommandostand und beklagte, dass es so anders als beim Freien Training gewesen sei. «Ich hatte keinen Grip», betonte er und rief klagend: «Oh, maaaaaan.»

Im Klassement führt Verstappen vor dem neunten Saisonrennen mit 150 Punkten. Perez kommt auf 129 Zähler, Leclerc auf 116.

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