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Sieben neue Disziplinen

Hipper und mehr Geschlechtergleichheit bei Olympia

Peking (dpa)

Bei den Winterspielen in Peking sind sieben Disziplinen neu im olympischen Programm. Von der Programmerweiterung profitieren besonders die Frauen im Zuge des Bestrebens des Internationalen Olympischen Komitees nach mehr Geschlechtergleichheit.

Von dpa

Mariama Jamanka rast im Monobob durch den Eiskanal. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Die neuen Disziplinen sind: Monobob für Frauen, Big-Air-Events im Ski Freestyle für Frauen und Männer sowie die Mixed-Events im Ski Freestyle (Sprung), Skispringen, Shorttrack (Teamstaffel) und Snowboard Cross.

Deutsche Perspektive: «In Peking wird es in den neuen Freestyle-Wettbewerben schwierig, was auch auf die Trainings- und Schneebedingungen in Deutschland im Vergleich zu den führenden Nationen im internationalen Vergleich zurückzuführen ist», sagte Chef de Mission Dirk Schimmelpfennig vor Eröffnung der Peking-Spiele am Freitag. «Die Mixed- und Teamwettbewerbe schaffen zusätzliche Perspektiven. Im Monobob-Wettbewerb rechnen wir uns mit den deutschen Frauen trotz der starken internationalen Konkurrenz gute Chancen aus.»

Die sieben neuen Disziplinen im Überblick:

Skispringen/Mixed: Das Skisprung-Mixed ist bereits 2013 ins WM-Programm aufgenommen worden und sorgt für spannende Wettbewerbe. Jeweils zwei Frauen und zwei Männer treten in dem Mannschaftsspringen an, die Reihenfolge der Geschlechter ist vorgegeben. Deutschland ist in dieser Disziplin stark, holte von 2015 bis 2021 alle vier WM-Titel. In Peking ist das deutsche Team Mitfavorit. Ski Freestyle/Big Air: Olympia soll jünger und hipper werden. Mit kaum einem Format geht das besser als dem Big Air, wo Style und Coolness gefragt sind. Die Freeskier rasen über eine aus Schnee geformte Rampe und fliegen bis zu sieben Meter in die Luft. Dabei gilt es, Tricks zu zeigen und den Sprung sicher zu landen. Aliah Delia Eichinger ist die einzige deutsche Starterin. Sie gehört nicht zu den Favoritinnen.

Ski Freestyle Sprung/Mixed-Team: Bei diesem Wettbewerb fahren die Freestyler eine fast senkrecht verlaufende Schneeschanze nach oben, um anschließend akrobatische Sprünge zu zeigen. Von Saltos bis Grätschen ist alles dabei. Die Teams bestehen aus drei Skifahrern, darunter mindestens ein Athlet je Geschlecht. Deutschland ist nicht am Start.

Snowboard-Cross/Mixed: Jedes Team besteht aus zwei Snowboardern, die eine mit Wellen, Steilwandkurven oder Schanzen gespickte Piste hinabbrettern müssen. Sobald die Männer im Ziel sind, öffnet sich für ihre Teampartnerinnen im Startbereich die Schranke. Deutschland schickt Jana Fischer ins Rennen. Ihr Partner steht noch nicht fest. Monobob/Frauen: Anders als in anderen Bobdisziplinen ist die Pilotin beim Monobob allein verantwortlich für die Beschleunigung am Start, für das Lenken und für das Bremsen. Nach dem gescheiterten Versuch mit dem Viererbob für Frauen findet das Solo im Eiskanal immer mehr Zuspruch - mit neuen Medaillenchancen für Deutschland. Zweierbob-Olympiasiegerin Mariama Jamanka wurde zuletzt in St. Moritz sogar Europameisterin. Die zweite Olympia-Starterin Laura Nolte gewann 2016 im Monobob bei den Olympischen Jugendspielen.

Shorttrack/Mixed-Team: Die Staffel feiert ihr Olympia-Debüt. Nach dem Viertelfinale mit zwölf Teams folgen die Halbfinals sowie das B-Finale, bevor die ersten Olympia-Medaillen vergeben werden. Eine Staffel besteht aus zwei Männern und zwei Frauen. Über die Distanz von 2000 Metern (18 Runden) müssen Frauen und Männer jeweils zweimal laufen. Deutschland fehlt beim Debüt.

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