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Winterspiele in Peking

Snowboardcrosser Nörl und Fischer verpassen Medaille

Zhangjiakou (dpa)

Martin Nörl und Jana Fischer haben die ersehnte erste Medaille für das deutsche Snowboard-Team bei den Olympischen Winterspielen in China verpasst.

Von dpa

Snowboardcrosser Martin Nörl (l) rast beim Team-Wettbewerb über die Piste. Foto: Gregory Bull/AP/dpa

Die beiden Snowboardcrosser wurden bei der Olympia-Premiere des Mixed-Teamevents im Schneetreiben von Zhangjiakou Fünfte. Als Dritte ihres Halbfinals hatten sie es nicht in das Finale der besten vier Teams geschafft. Im kleinen Finale fuhren sie dann aber die Bestzeit. «Ein kleiner Trost ist das auf jeden Fall», sagte die 22 Jahre alte Fischer. «Wir können mit einem besseren Gefühl nach Hause fahren als nach den Einzelrennen.»

Gold ging an die USA mit Lindsey Jacobellis und Nick Baumgartner. Die 36 Jahre alte Jacobellis war bereits im Einzel Olympiasiegerin geworden. Silber gewann Italien mit Michela Moioli/Omar Visintin, Bronze sicherten sich Meryeta Odine und Eliot Grondin aus Kanada.

Den deutschen Snowboardern drohen nach einigen Enttäuschungen in den vergangenen Tagen damit medaillenlose Spiele. «Insgesamt sind wir mit der Ausbeute nicht zufrieden und haben die Zielstellung nicht erreicht», sagte Sportdirektor Andreas Scheid. Für die Crosser sei der fünfte Platz aber «ein versöhnlicher Abschied von den Spielen».

Nörl war nach seinen drei Weltcup-Siegen im Januar als Führender der Gesamtwertung und einer der großen Gold-Favoriten nach China gereist, im Einzel dann aber früh gescheitert. Genau wie Fischer, die infolge einer im November erlittenen Schultereckgelenksprengung erst Ende Januar in den Weltcup zurückgekehrt war. Auch die mit Medaillenambitionen angetretenen Raceboarder Ramona Hofmeister und Stefan Baumeister waren im Parallel-Riesenslalom früh ausgeschieden.

In den Freestyle-Disziplinen hat man sich laut Sportdirektor Scheid durch die achten Plätze von Annika Morgan im Slopestyle und André Höflich in der Halfpipe bislang «gut präsentiert». In den noch ausstehenden Big-Air-Events sind die Deutschen aber eher Außenseiter.

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