1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Ueberregional
  4. >
  5. Artikel
  6. >
  7. Das Ende der Kreidezeit

  8. >

NRW-Schulen starten in der nächsten Woche mit modernem Arbeitsnetzwerk

Das Ende der Kreidezeit

Düsseldorf (dpa/WB). In vielen Schulen herrscht noch »Kreide-Zeit«. In NRW soll zumindest die Kommunikation der Lehrerkollegien zum neuen Schuljahr ins digitale Zeitalter starten. Alle knapp 6000 Schulen in NRW erhalten zum neuen Schuljahr Zugriff auf eine datengeschützte, moderne Arbeitsplattform.

Es soll digitaler an Schulen werden. Alle knapp 6000 Schulen in NRW erhalten zum neuen Schuljahr Zugriff auf eine datengeschützte, moderne Arbeitsplattform. Foto: dpa

Damit sollen Kommunikation, Organisation sowie die Vor- und Nachbereitung des Unterrichts erleichtert werden. Wie das Schulministerium mitteilte, zahlt das Land für die Software »Logineo NRW« rund 3,2 Millionen Euro für einen Zeitraum von drei Jahren.

Für das Schulpersonal ist das System kostenfrei. Die Nutzer können sich durch Zugriff auf gemeinsame elektronische Terminkalender, Adressbücher, Lernmittel und andere Daten leichter vernetzen. Damit ist beispielsweise der Austausch von Schüler- und Notenlisten sowie Dokumenten per E-Mail nicht mehr erforderlich.

Einbindung von Eltern nicht vorgesehen

Logineo bietet auch Zugang zu digitalen Schulbüchern, Materialien zur Lehrerfortbildung und zeigt Medien nahegelegener Bibliotheken an. Es ist aber keine Lernplattform. Schulen können Kindern und Eltern in ihren Gremien Zugänge zu einzelnen Bereichen gewähren. Die generelle Einbindung aller Eltern ist aber nicht vorgesehen.

Das Land NRW übernimmt die Kosten zur Bereitstellung von »Logineo NRW« für das Schulpersonal auf Dauer. Die nach Anzahl der Schüler gestaffelten Kosten für die Erweiterung durch die Nutzung der Lernenden fallen in kommunale Zuständigkeit. Für die Übernahme dieser Kosten muss die Schule mit dem Schulträger eine Lösung finden, erklärt das Ministerium.

151.000 i-Dötze starten in NRW

NRW will im kommenden Jahr auch einen Wettbewerb für besonders geförderte Schulen in sozialen Brennpunkten ausloben. Weitere Neuigkeiten zur Schulpolitik in NRW wird Ministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Freitag in Düsseldorf präsentieren. Dabei soll es vor allem um die Rückkehr zum Abitur nach 13 Schuljahren gehen, um den gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung sowie Unterrichtsausfall.

Nächste Woche Mittwoch beginnt für 2,5 Millionen Schüler in NRW nach den Sommerferien wieder der Unterricht. Viele der etwa 151.000 i-Dötzchen starten einen Tag später.

Startseite