1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Ueberregional
  4. >
  5. Artikel
  6. >
  7. Schweißtreibende Tage: Hitzerekord wird in NRW nicht gebrochen

  8. >

Brandgefahr steigt - mit Infografik

Schweißtreibende Tage: Hitzerekord wird in NRW nicht gebrochen

Essen (dpa). Puh, es wird immer heißer in Nordrhein-Westfalen. Freibäder und Baggerseen sind voll, die Straßen teilweise wie leer gefegt, weil Menschen Abkühlung und Schatten suchen. Aber trotz dieser extremen Hitze knackt NRW den Temperaturrekord nach Einschätzung der Wetterexperten auch in den kommenden Tagen nicht. 

Abkühlung bitte! Foto: dpa

Der kommende Freitag werde zwar der bislang heißeste Tag des Jahres, dann stiegen die Temperaturen auf bis zu 38 Grad, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Dienstag in Essen mit.

Der Rekord aus dem Jahr 2003 werde aber nicht gebrochen. Damals erreichte der Stadtteil Merkenich in Köln schweißtreibende 39,6 Grad.

Brandgefahr steigt

Auch am Freitag gehört die Domstadt wieder zu den Spitzenreitern bei den Temperaturen, in Düsseldorf und der Umgebung der Landeshauptstadt wird es ebenfalls besonders heiß. Gewitter und Regen sind dann für das Wochenende angesagt.

Mit den Temperaturen steigt auch die Waldbrandgefahr in NRW, am Wochenende wird trotz des Regens die Höchstbrandstufe erreicht. Der Landesbetrieb Wald und Holz warnt vor Waldbränden. Besonders betroffen ist der Niederrhein, da dort die Böden sehr trocken sind. Fred Josef Hansen, Einsatzleiter für die Ranger in Südwestfalen, warnt davor, im Wald eine Zigarette zu rauchen oder zu grillen.

»Das ist eine Ordnungswidrigkeit«, sagt er. »Früher haben wir die Leute erst belehrt, aber jetzt greifen wir konsequent durch, weil in ganz NRW eine hohe Waldbrandgefahr herrscht.« Wer sich nicht an die Regeln hält, wird angezeigt.

Bäume leiden auch

Brennt es dennoch, stehen nach Angaben des Landesfeuerwehrverbandes trotz der Ferien genügend Einsatzkräfte bereit. Vor allem auf dem Land sei die Freiwillige Feuerwehr gefragt, sagte Verbandssprecher Christoph Schöneborn. Löschflugzeuge habe die Feuerwehr zwar nicht, aber es gebe ausreichend Personal vor Ort.

Das sieht beim Bewässern der Straßenbäume in den Städten anders aus: Durch die steigenden Temperaturen dürsten vor allem Jungbäume. In mehreren Städten ist die Feuerwehr mit Schläuchen unterwegs, die Stadt Dortmund greift zu anderen Maßnahmen: Sie bittet die Einwohner um Hilfe.

Sie sollen Bäume in der Nachbarschaft täglich mit zwei Eimern Wasser tränken, bis die Hitzewelle vorbei ist. Das empfiehlt der Städte- und Gemeindebund NRW auch in den ländlichen Regionen.

Kühlung für den Köprer

Und nun zum Schwitzen. Die Infografik zeigt, warum der Schweiß für unseren Körper lebenswichtig ist:

Startseite