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Kommentar zum Urteil im Missbrauchsfall Münster

Das Ende der Hölle

Bielefeld

Das Urteil klingt gut: 14 Jahre Gefängnis und anschließende Sicherungsverwahrung für den Hauptangeklagten im Missbrauchskomplex Münster, hohe Strafen auch für seine Mittäter und seine Mutter, die den Sohn beim Kindesmissbrauch in ihrer Gartenlaube unterstützt hatte – eine Frau, die 23 Jahre Erzieherin in einer Kita war.

Von Christian Althoff

In dieser Gartenlaube im Norden von Münster wurden die zwei Jungen mehrfach vergewaltigt. Foto: Guido Kirchner/dpa

So gut es ist, dass diese Verbrecher für unabsehbare Zeit hinter Gitter kommen und das Martyrium ihrer Opfer nicht länger andauert – das Ende des Prozesses darf nicht vergessen lassen, dass in dieser Minute irgendwo in unserer Nachbarschaft Säuglingen, Kindern und Jugendlichen ähnliche Gewalt angetan wird, wie sie die Kinder in Münster erlitten haben. Denn ein Urteil, und sei es noch so konsequent, schreckt Pädokriminelle nicht ab. Es ist bei diesen Schwerverbrechern, die in allen Gesellschaftsschichten zu Hause sind, wie bei anderen Kriminellen auch: Jeder glaubt, er werde nie gefasst.

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