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Im Schnitt verbraucht jeder Bürger in Nordrhein-Westfalen 138 Liter Trinkwasser pro Tag

Die Lipper sind am sparsamsten

Detmold

Pro Jahr geht es in NRW um 900 Millionen Kubikmeter: Fürs Duschen, für die Toilette, für die Waschmaschine, fürs Putzen und Kochen, aber auch für den Garten haben die Menschen in Nordrhein-Westfalen zuletzt wieder mehr Trinkwasser verbraucht:

Von Christian Althoff

Wer keine Regentonne und keinen Brunnen hat, nimmt Trinkwasser zur Versorgung von Pflanzen. Foto: dpa

In den Privathaushalten flossen nach Angaben des Statistische Landesamt in Düsseldorf 2019 durchschnittlich 138,4 Liter Trinkwasser je Einwohner und Tag durch die Leitungen. Das waren im Durchschnitt über fünf Liter mehr als drei Jahre zuvor.

Der langjährige Trend rückläufiger Wasserverbrauchszahlen sei damit „erstmal gestoppt“ worden, hieß es. 1995 hatte der tägliche Pro-Kopf-Verbrauch noch 147,1 Liter betragen. Seitdem gingen bis 2016 die alle drei Jahre erhobenen Zahlen zu den Wasserbräuchen in NRW kontinuierlich zurück und stieg seitdem wieder.

Regional betrachtet schwankt der Pro-Kopf-Wasserverbrauch im Land recht stark. So lag der Verbrauch mit 119,3 Litern im Kreis Lippe am niedrigsten und mit 185,3 Litern in Bonn am höchsten. Die höchsten durchschnittlichen Wasserverbräuche wurden zudem in weiteren Großstädten wie Düsseldorf, Wuppertal, Köln, Mülheim an der Ruhr, Bottrop und Essen verzeichnet. In den ländlich geprägten Kreisen am Niederrhein, in Ostwestfalen oder im Sauerland wurde deutlich weniger Wasser verbraucht. Die niedrigsten Wasserverbräuche gab es neben dem Kreis Lippe in den Kreisen Herford und Höxter.

Im Einzelnen sieht die Entwicklung des täglichen Pro-Kopf-Verbrauchs in Ostwestfalen-Lippe seit 1995 so aus:

Bielefeld:  Höchster Wert 1995 mit 132 Litern, niedrigster Wert 2013 mit 116 Litern, letzter ermittelter Wert (2019) 125 Liter.

Kreis Gütersloh: Höchster Wert 2019 mit 126 Litern, niedrigster Wert 1995 mit 117 Litern.

Kreis Herford:  Höchster Wert 1998 mit 120 Litern, niedrigster Wert 1995 mit 114 Litern, letzter ermittelter Wert (2019) 119,4 Liter.

Kreis Höxter: Höchster Wert 1998 mit 124 Litern, niedrigster Wert 2016 mit 103 Litern, letzter ermittelter Wert (2019) 119,7 Liter.

Kreis Lippe: Höchster Wert 1995 mit 124 Litern, niedrigster Wert 2007 mit 113 Litern, letzter ermittelter Wert (2019) 119,3 Liter.

Kreis Minden-Lübbecke:: Höchster Verbrauch 1998 mit 129 Litern, niedrigster Wert 2007 mit 118 Litern, letzter ermittelter Wert (2019) 122 Liter.

Kreis Paderborn: Höchster Wert 2016 mit 158 Litern, niedrigster Wert 2007 mit 128 Litern, letzter ermittelter Wert (2019) 134 Liter.

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