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Coronaschutz

Impfzertifikat-Stopp in Apotheken - was nun?

Münster

Die Nachricht, dass die Ausstellung von Impfzertifikaten in Apotheken vorübergehend gestoppt wurde, hat viele Menschen verunsichert. Entstehen nun Nachteile für Geimpfte? Der Apothekerverband Westfalen-Lippe gibt Entwarnung.

Von Marion Fenner

Die Corona-Impfung ist über den Impfausweis nachweisbar. Foto: Helmut Fricke/dpa Foto: Helmut Fricke

Das digitale Impfzertifikat für das Mobiltelefon ist praktisch, war aber vorübergehend bei den Apotheken nicht zu haben. Aufgrund von Sicherheitsmängeln hat das Bundesgesundheitsministerium die Ausstellung der Impfnachweise auf dem Mobiltelefon gestoppt.

Ab nächster Woche sollen Apotheken jedoch schrittweise wieder Corona-Impfzertifikate ausstellen können. Das Bundesgesundheitsministerium teilte am Freitag mit, Apotheken würden in der nächsten Woche nach und nach wieder Zugang zum Portal des Deutschen Apothekerverbands (DAV) bekommen. Der DAV hatte die Ausstellung in Rücksprache mit dem Ministerium gestoppt, da es Berichte über eine Sicherheitslücke gab.

Keine Nachteile für Geimpfte

„Für Geimpfte entstehen keine Nachteile“, versichert Bernd Rademacher, Geschäftsführer des Apothekerverbandes Westfalen-Lippe. Das wichtigere Dokument sei der gelbe oder weiße Papier-Impfausweis, der weltweit anerkannt werde. Darin seien in der Regel auch andere wichtige, teilweise für Einreisen vorgeschriebene, Impfungen dokumentiert.

Eine Pflicht, einen digitalen Impfausweis vorzulegen, gebe es nicht, betont Sellerberg. Schließlich gebe es auch Menschen, die nicht über ein Smartphone verfügten. Ärzte und Impfzen­tren waren weiterhin in der Lage, den digitalen Impfnachweis auszustellen, dort habe die Sicherheitslücke nicht bestanden.

Keine Hinweise auf unberechtigte Zugriffe

Bisher habe es keine Hinweise auf andere unberechtigte Zugänge über das Apothekerportal ergeben, deren Erstellung „in betrügerischer Absicht nur mit erheblichem Aufwand und krimineller Energie“ denkbar sei, do der DAV. Das „Handelsblatt“ hatte berichtet, dass es IT-Spezialisten gelungen war, über das Apothekerportal mittels gefälschter Dokumente einen Zugang für nicht existierende Apotheken einzurichten.

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