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TV-Tipp

Arte zeigt die Chancen des Naturschutzes

Berlin (dpa)

Der Klimawandel verändert unseren Kontinent. Jetzt heißt es handeln. Arte zeigt Menschen, die Europas Naturräume retten wollen. Doch eines steht fest: Damit es gelingt, muss sich vieles ändern.

Von Christof Bock, dpa

Zu lange schon lebt Europa von Kohle, Öl und Gas. Im Kampf gegen die Klimakatastrophe sind alternative Lösungen überlebenswichtig. Foto: zero one/ARTE /dpa

Die Menschen in Europa stehen vor riesigen Herausforderungen. Klimawandel und Naturschutz, der Umbau der Landwirtschaft, eine nachhaltige Energieproduktion, effiziente Mobilität, Migration und Digitalisierung.

Der deutsch-französische Kultursender Arte stellt in der Serie «Europa. Kontinent im Umbruch» Menschen vor, die Lösungen für eine bessere Zukunft entwickeln. Einer von sechs Teilen läuft am Mittwoch um 21.45 Uhr: «Die Natur und wir».

Der Film von Joakim Demmer geht der Frage nach, wie der Mensch die seit Beginn der Industrialisierung angerichteten Schäden an der Natur lindern kann. Wie gelingt eine Nutzung im Einklang mit der Umwelt?

Lange wurde die Klimakrise ignoriert. Nun tritt sie der Öffentlichkeit ins Bewusstsein. Auch weil das Zusammenspiel von menschlichen Eingriffen und Erderwärmung die Folgen drastischer werden lässt. Die Doku zeigt Luftbilder aus dem Harz: abertausende abgestorbene Fichten. Aus wirtschaftlichen Gründen wurden hier Monokulturen des Baumes gepflanzt, der kühl-feuchtes, ausgeglichenes Klima schätzt. Eine Wetterlage, die zuletzt Seltenheitswert hatte. Wassermangel und Borkenkäfer machten den Bäumen den Garaus. Tausende Quadratkilometer Wald sterben in Europa auf ähnliche Weise.

Doch es ergeben sich auch Chancen. Mancherorts wächst neuer Wald nach, gemischter und belastbarer. Im Nationalpark Harz lassen Förster die Natur sich selbst entwickeln: Der erste Eindruck von toten Stämmen mit etwas Dickicht täuscht. «Hier entsteht ein ganz anderer Wald, als wir ihn vorher gekannt haben», erklärt Sabine Bauling von der Leitung des Nationalparks. Wenn man zwei, drei Jahre warte, könne man schon etwas ganz Neues sehen. Nicht gleich dick, gleich alt, sehr strukturreich, widerstandsfähiger. «Die Natur wird sich Wege suchen und Lösungen finde. Aber es wird nichts so sein wie es war, davon gehe ich aus», sagt die leidenschaftliche Försterin voraus.

«Noch wissen wir nicht, wie das neue "Normal" aussehen wird», sagt Allessandra Zampieri. Sie ist Leiterin des EU-Referats Katastrophenrisikomanagement im italienischen Varese. Ihre Experten beobachten europaweit die Folgen der Erderwärmung, allen voran die Zunahme der Brände zwischen Schweden und Zypern. Ihre Experten leisten viel, um die Zustände zu verstehen und damit umzugehen.

Der Film zeigt auf, dass Untätigkeit keine Option ist. «Überall in Europa beweisen Frauen und Männer, dass es möglich ist, mit weniger Plastik auszukommen, natürliche Ressourcen zu schonen, die Natur in die Stadt zu holen oder gar einen Urwald auf dem europäischen Kontinent zu pflanzen», zieht Arte Bilanz des Films. Alle sechs Teile von «Europa. Kontinent im Umbruch» stehen in der Arte-Mediathek.

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