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TV-Tipp

Mit dem Schwert in der Hand: Die Bundschuhs im Abi-Chaos

Berlin (dpa)

Fernsehzuschauer haben die Familie Bundschuh schon durch Pleiten, Pech und Pannen begleitet. Diesmal soll die Tochter das Abi bestehen.

Von Marco Krefting, dpa

Gundula (Andrea Sawatzki, l) und Gerald (Axel Milberg, r) wollen das Abitur ihrer Tochter retten. Foto: Julia von Vietinghoff/ZDF/dpa

Die Saga um die Familie Bundschuh hat ein treues ZDF-Publikum. Seit 2015 schalten zwischen fünf und sechseinhalb Millionen Zuschauer ein, wenn neue Episoden der Chaos-Familie über den Bildschirm flimmern.

Grund genug, eine alte Folge von 2019 noch einmal ins Rennen zu schicken. Die Wiederholung «Familie Bundschuh - Wir machen Abitur» läuft am Dienstag um 20.15 Uhr im Zweiten.

«Eigentlich verwende ich in meinen Mordfantasien lieber Gift, weil ich nicht so der Typ bin, der gut Blut sehen kann», sagt Gundula Bundschuh. Die Stimme kommt aus dem Off. Derweil geht sie ein paar Schritte übers Parkett, greift sich ein Schwert mit Respekt einflößend langer Klinge, kehrt um und schreitet auf Mann, Schwiegermutter und Bruder zu. «Aber es gibt auch andere Tage.»

Aus dem Ruder geratenes Familienleben

Eher zufällig und aus der Not heraus hat sie die Verantwortung für den Theaterkurs ihrer Tochter Ricarda übernommen, sich ein wenig eingelesen und versucht nun, ein eigenes Projekt auf die Beine zu stellen. Doch ihre halbe Familie meint, sich je mit eigenen Talenten einbringen zu müssen. Da sind ihr Ehemann Gerald, der sich für ein Musikgenie hält, dessen Mutter Susanne, die Kostüme schneidert, und Bruder Hadi, der als Schriftsteller den Shakespeare-Stoff «Romeo und Julia» in modernes Jugenddeutsch übersetzen will. Das geht nicht gut.

Die jugendlichen Darsteller haben keinen Bock mehr und schmeißen hin. Gundula Bundschuh greift zum Schwert und marschiert auf die Verwandtschaft zu. Es ist der vierte von bisher sechs Teilen aus der Familien-Saga von Schauspielerin Andrea Sawatzki, die Gundula spielt und auch die «Bundschuh»-Romane schreibt. Dieses Mal geht es um das Abitur von Tochter Ricarda (Amber Bongard).

Überzeichnete Charaktere

Getragen werden die 90 Minuten vor allem von den Schauspielern, die ihre überzeichneten Charaktere großartig mit Leben füllen: Axel Milberg gibt den Ehegatten, den Gundula gerne von einem «Panda» zu einem «Tarzan» machen möchte. Judy Winter spielt Susanne Bundschuh, die ein vogelfreies Leben pflegt, aber am Alkohol hängt. Die Rolle von Gundulas Mutter wiederum übernimmt Thekla Carola Wied, die Angst vor Demenz hat und gleichzeitig zu viel Stolz, das zuzugeben.

Auch im vierten Teil geht es recht turbulent zu. Neben dem Abi-Strang sind gleich mehrere Geschichten verwoben. So erwartet Gundulas Schwägerin ihr erstes Kind, von dem aber unklar ist, ob ihr Mann auch der Vater ist und welche Hautfarbe es haben wird. Für die Geburt und ärztliche Beratung vorab rücken die beiden extra mit einem Wohnmobil von Memmingen nach Berlin an. Gundulas Mutter wiederum kauft sich kurzerhand im Nachbarhaus ein und sucht Gundulas Therapeuten auf. Da gerät die eh schon angeschlagene Ehe mit Gerald an ihre Grenzen.

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