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«Wilsberg-Krimi» - Ekkis Familie wird größer

Münster (dpa)

Im neuen Münster-Krimi setzt die Polizei auf DNA-Analysen, um einen alten Mordfall nach langen Jahren endlich aufzuklären. Doch die Spur führt zunächst zu einem unserer Helden.

Von Luise Evers, dpa

Privatdetektiv Georg Wilsberg (Leonard Lansink) auf dem Golfplatz. Foto: Thomas Kost/ZDF/dpa

Münsters Polizei geht neue Wege. Mit genetischer Ahnenforschung wollen die Ermittler im aktuellen «Wilsberg»-Krimi frische Spuren in niemals geklärten Mordfällen finden.

Führender Kopf der eigens eingesetzten Taskforce ist der technikbegeisterte Kriminaloberkommissar Overbeck (Roland Jankowsky), der sich das Schicksal der vor zehn Jahren ermordeten Nadja Hesselmeier vornimmt.

Doch die Fährte geht ausgerechnet zu Ekki Talkötter (Oliver Korittke): Die Auswertung der DNA-Analyse ergibt eine 25-prozentige Übereinstimmung der Täter-DNA mit dem Erbgut des Finanzbeamten und Wilsberg-Kumpels, der folglich in der Episode «Gene lügen nicht» (Samstag, ZDF, 20.15 Uhr) im Zentrum steht. Overbeck vermutet, dass ein enger Verwandter Ekkis der Mörder ist. Da Talkötter bislang noch nichts von einem Halbbruder wusste, begibt er sich zusammen mit seinem guten Freund Georg Wilsberg (Leonard Lansink) auf Spurensuche.

Recht schnell wird er fündig: In einem Fahrradladen stößt der Hobby-Ermittler Ekki auf seinen Halbbruder Bernhard. Trotz einer Karriere als Kleinkrimineller bestreitet der verlorene zweite Talkötter, das Opfer Nadja Hasselmeier überhaupt zu kennen. Seiner Meinung nach steckt dahinter eine Verschwörung, die bis in die feine Gesellschaft von Münster reicht.

Wilsberg ist mal wieder klamm

Während sich das Einzelkind Ekki langsam mit der neuen Situation, einen Bruder zu haben, vertraut macht, läuft es beim Pleitegeier Wilsberg hinsichtlich seiner Finanzen nicht ganz glimpflich. Für den Kauf eines neuen Autos will er einen Kredit aufnehmen. Obwohl ihm dieser zunächst mündlich zugesagt wurde, entschied nun ein Algorithmus, dass man ihm kein Darlehen gewähren könne. Welche Parameter hierfür hinzugezogen wurden, kann ihm die Bankdirektorin nicht sagen. Er sei jedoch «nicht mehr der Jüngste». Wutentbrannt und misstrauisch fängt Wilsberg an, an seiner Lebenserwartung zu zweifeln.

Bernhard, der sich vor der Polizei versteckt, möchte den Skandal rund um das DNA-Institut mithilfe eines Journalisten aufdecken und bittet daher um ein Treffen. Doch auf Ekki wartet da ein grausiges Erlebnis.

Drehbuchautor Markus B. Altmeyer ließ bereits in der Folge 52 «In Treu und Glauben» bekannte Figuren aus früheren Geschichten auftauchen. In diesem Fall sind es eine alte Liebschaft Ekkis, Kerstin Buckebrede (Isabell Polak) und ihre Mutter Gloria (Anke Sevenich). Kerstin ist nun in der Ahnenforschung tätig.

Im Laufe des Films nimmt die Geschichte zunehmend an Fahrt auf und wird immer komplexer. Zuschauern sehen sowohl die Licht- als auch die Schattenseiten rund um das Thema «Big Data». Datensätze und Algorithmen können eben zu perfiden Machtinstrumenten missbraucht werden. Doch der komödiantische Unterton geht im Krimi nie verloren.

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