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Feminismus

«Emma»: Papst ist «Sexist Man Alive»

Köln (dpa)

In Anspielung auf die Auszeichnung zum «sexiest man alive» kürt das feministische Magazin «Emma» jedes Jahr den frauenfeindlichsten Mann des Jahres. Der Negativ-Preis geht dieses Mal an den Papst.

Von dpa

Alice Schwarzer ist Herausgeberin der feministischen Zeitschrift «Emma». Foto: Oliver Berg/dpa

Alice Schwarzers «Emma»-Redaktion hat Papst Franziskus zum «Sexist Man Alive 2021» ausgerufen. Das Oberhaupt der katholischen Kirche ist für das feministische Magazin der frauenfeindlichste Mann des Jahres.

Obwohl er auch manch positiven Zug habe, sei der 84 Jahre alte Argentinier nach wie vor der «Chef eines Apartheidssystems, in dem Frauen Menschen zweiter Klasse» seien, kritisiert «Emma» in der diese Woche erscheinenden Ausgabe.

«Allein aufgrund ihres biologischen Geschlechts sind sie Dienerinnen der frommen Herren und schrubben die Kirchenböden. (...) Auch im 21. Jahrhundert steht der Vatikan an der Spitze des ältesten hermetischsten Männerbundes dieser Welt.» Mit seiner Untätigkeit brüskiere der Papst zahllose engagierte Katholikinnen, die seit Jahrzehnten für das Recht kämpften, Priesterinnen oder wenigstens Diakoninnen werden zu können.

Das US-Magazin «People» kürt jedes Jahr den «sexiest man alive», den Mann mit dem größten Sex-Appeal. In Anspielung darauf bestimmt «Emma» seit zwei Jahren den sexistischsten Mann des Jahres (sexist ohne zweites E). Vor dem Papst ging der Negativ-Preis an FDP-Chef Christian Lindner (2020) wegen Anzüglichkeiten in einer Rede und den Rapper Kollegah (2019) wegen frauenfeindlicher Texte.

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