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Schauspielerin

Vom Jugendstar zur feministischen Ikone: Emma Watson wird 32

Berlin (dpa)

Als Hermine Granger ist sie durch die «Harry Potter»-Filme weltberühmt geworden. Später emanzipiert sie sich erfolgreich von der Kindheitsrolle und wächst zur feministischen Ikone.

Von Johannes Boldt, dpa

Emma Watson wird 32. Foto: Evan Agostini/Invision/AP/dpa

«Ich bin für alle Hexen da», sagte Emma Watson am 13. März 2022 bei den BAFTAS – British Academy of Film and Television Arts – und antwortete damit auf die transphoben Äußerungen J. K. Rowlings. Fans feiern die Feministin dafür in den sozialen Medien. Heute wird die Schauspielerin 32 Jahre alt.

Mit «Harry Potter» groß geworden

Als sich Emma Watson im Jahr 2000 gegen 4000 Bewerberinnen für die Rolle der Hermine Granger durchsetzte, änderte sich das Leben des jungen Mädchens radikal. Die 1990 in Paris geborene Britin lebte die ersten fünf Jahre ihres Lebens mit ihren Anwalts-Eltern und ihrem jüngeren Bruder in der französischen Hauptstadt, ehe es sie mit ihrer Mutter und ihrem Bruder nach Oxford zog.

Ab 2001 war Watson dank der Fantasy-Filmreihe weltberühmt, spielte in den acht Filmen die beste Freundin von Harry (Daniel Radcliffe) und Ron (Rupert Grint), wuchs heran zu einem Megastar und wurde in den folgenden Jahren mit zahlreichen Auszeichnungen belohnt. Sie erhielt den Young Artist Award, wurde mit etlichen «Bravo»-Preisen bedacht und war 2008 laut dem «Forbes Magazine» eine der bestverdienenden Jungschauspielerinnen.

Mit großen Filmen emanzipiert

Auch Watson sah sich dem Risiko ausgesetzt, nicht aus der Rolle des Kinderstars zu wachsen. Ein Schicksal, das viele Menschen dieser Branche ereilt. Doch sie entwickelte sich schnell zu einer großen Persönlichkeit der Filmwelt und der Gesellschaft. Direkt nach der Zeit am Set von «Harry Potter» eignete sich die Britin eine neue Frisur an. Ihre kurzen Haare halfen ihr enorm beim Imagewandel und zeigten ihren Willen, den sie aus vertraglichen Gründen zuvor nie durchsetzen konnte.

2012 war sie in der Verfilmung des gleichnamigen Romans von Stephan Chbosky «Vielleicht lieber morgen» zu sehen, kurz darauf folgte ein Engagement an der Seite von Daniel Brühl in «Colonia Dignidad». Die Filme und Rollen wurden größer, sie wurde zu einem echten Star in Hollywood. 2014 spielte sie mit Russell Crowe in «Noah». Ihr bisher bester Film nach der «Harry Potter»-Zeit sollte 2017 die Realverfilmung des Märchens «Die Schöne und das Biest» werden. In dem Kinofilm konnte sie zusätzlich ihr Gesangstalent unter Beweis stellen.

Nebenbei studierte Watson über einige Jahre in den USA und Oxford Englische Literatur. 2014 beendete sie ihr Studium mit einem Bachelorabschluss.

Eine wichtige Stimme der Gesellschaft

Neben ihren Filmen modelte Watson in der Vergangenheit für verschiedene Labels, wie beispielsweise der britischen Modemarke Burberry. Sie gilt als Stilikone, wichtige Stimme der jüngeren Generation und lebt das Image der starken Frau. Seit 2014 ist sie UN-Sonderbotschafterin für Frauen – und Mädchenrechte. Sie ist das Gesicht vieler Kampagnen, 2016 war sie Gründerin des feministischen Lesezirkels «Our Shared Shelf» und sprach bereits beim Weltwirtschaftsforum über Ungleichbehandlung von Frau und Mann. 2021 moderierte sie bei der Klimakonferenz in Glasgow unter anderem eine Podiumsdiskussion, bei der auch Greta Thunberg zugegen war.

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