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Solidarität

Pop-Szene mobilisiert mit «Sound of Peace» für Ukraine

Berlin (dpa)

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine mobilisiert Kulturschaffende. Am Sonntag wollen sich zahlreiche Künstlerinnen und Künstler vor dem Brandenburger Tor solidarisch zeigen.

Von dpa

Claudia Roth (Bündnis 90/Die Grünen), Staatsministerin für Kultur und Medien, aufgenommen während eines Interviews mit der dpa Deutsche-Presse Agentur in ihrem Büro im Bundeskanzleramt. Foto: Michael Kappeler/dpa

Mit einer großen Solidaritätskundgebung vor dem Brandenburger Tor wollen Kulturschaffende ihre Unterstützung für die von Russland angegriffene Ukraine demonstrieren.

Mit «Sound of Peace» ist am Sonntag (20.3.) eine musikalische Kundgebung für den Frieden in Europa geplant. Auftreten sollen nach Angaben der Veranstalter von Donnerstag unter anderem Sarah Connor, The BossHoss, Peter Maffay, Adel Tawil, Hartmut Engler, Joris, Mia, Silbermond, In Extremo, Zoe Wees, Michael Patrick Kelly, Revolverheld, Fortuna Ehrenfeld, BenjRose oder Antje Schomaker. Mit weiteren Zusagen wird gerechnet. Sprechen soll auch Natalia Klitschko, Frau des Bürgermeisters von Kiew und Ex-Profiboxers Vitali Klitschko.

Die Fernsehsender ProSieben und SAT.1 wollen die Friedenskundgebung von 15 Uhr an live auf beiden Programmen übertragen. Ziel von «Sound of Peace» sei es, über das Zeichen für Demokratie und Menschenrechte hinaus viele Spenden zu sammeln, um die Opfer des Krieges in der Ukraine zu unterstützen.

Unterstützung von Claudia Roth

Kulturstaatsministerin Claudia Roth kündigte ihre Unterstützung an. «Kultur für den Frieden - und gegen die Aggression des Putin-Regimes, Solidarität mit der Ukraine, aber auch mit den vielen Menschen in Russland, gerade aus Kunst, Kultur und Medien, die den Mut haben, sich gegen den Krieg zu wenden und für den Frieden einzutreten - all diese Ziele unterstütze ich aus ganzem Herzen», schrieb die Grünen-Politikerin in einem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Brief an die Veranstalter.

«Der kulturelle Raum ist der Raum, in dem wir uns als Menschen treffen und neue Formen des Zusammenlebens suchen», schrieb Roth. «Für Boykotte, Rassismus und Diskriminierung ist dort kein Platz.»

Johannes Strate, Sänger von Revolverheld, sagte der dpa, «Musik kann immer eine Stimme sein, Protest zu formulieren, aber auch Zusammenhalt zu schaffen und die Herzen zu füllen. Deshalb ist es wichtig, dass auch Musik Teil einer solchen Bewegung ist.» Das Leben sei seit ein paar Wochen nicht mehr dasselbe. «Man schaltet morgens verängstigt in die Nachrichten, was in der Nacht wieder Fürchterliches passiert ist. Darum haben wir auch keine Sekunde gezögert, als der "Sound of Peace"-Gedanke aufkam. Ich hoffe, dass wir am Sonntag ein schönes Zeichen für Frieden und Liebe setzen.»

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