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Kommentar zu Fake-Bewertungen

Anbieter in der Pflicht

Es ist ein Urteil mit Signalcharakter. Das Landgericht München verbietet einem Unternehmen den Verkauf falscher Produktbewertungen. Damit stärkt das Gericht dem Onlineportal Holidaycheck den Rücken, das gegen die Firma geklagt hatte.

Florian Weyand

Bewertungen auf einem Computermonitor im Internetportal Holidaycheck. Das Portal hat Unterlassungsklage gegen die Firma Fivestar Marketing eingereicht, die gute Internet-Bewertungen verkauft. Foto: dpa

Leidtragende der ausgedachten Bewertungen sind aber die Kunden. Sie vertrauen auf die Rezensionen, die immer öfter manipuliert werden. Allein Amazon meldete im Jahr 2018 die versuchte Abgabe von 13 Millionen Fake-Kommentaren.

Um fairen Handel zu garantieren, müssen die Unternehmen mehr Anstrengungen unternehmen als bisher. Anbieter Booking.com macht es vor und lässt nur Bewertungen von Nutzern zu, die auch eine Unterkunft auf dem Portal gebucht haben. Das schafft Vertrauen. Wachsam muss auch der Kunde sein, der Bewertungen auf verschiedenen Portalen lesen sollte.

Wem das als Sicherheit nicht reicht, dem bleibt noch der Weg zum stationären Handel. Dort lassen sich Sportschuhe oder Pullover anziehen und testen – ganz frei von Fake-Bewertungen.

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