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Kommentar zur Festnahme von Trump-Vertrautem

Ausgetrickst

Der selbsternannte »Dirty Trickster« Roger Stone hat ausgetrickst. Dafür sorgte Sonderermittler Robert Mueller, der den langjährigen Vertrauten und Berater Donald Trumps filmreif in seiner Villa in Fort Lauderdale dingfest machte. Stone muss sich nun in der Russland-Affäre vor Gericht in sieben Anklagepunkten verantworten.

Thomas J. Spang

Roger Stone. Foto: dpa

Das dürfte nicht ganz leicht werden, da Mueller einen ziemlich wasserdichten Fall vorgelegt hat. Es scheint klar zu sein, dass Stone als Scharnier zwischen dem Wahlkampfteam Trump und Wikileaks funktionierte. Die vom höchst umstrittenen Julian Assange gegründete Organisation machte sich im Wahlkampf freiwillig zu einer Plattform, über die russische Staatshacker bei den Demokraten gestohlene Emails publizierten.

Mueller legt damit für sich genommen keinen »rauchenden Colt« vor, der die mutmaßliche Verschwörung zwischen Trump und den Russen beweist. Aber er fügt den Ermittlungen ein wichtiges Puzzleteil hinzu. Zudem gibt er zu erkennen, weitere Mitwisser im Visier zu haben. Es wird zunehmend eng für den Präsidenten.

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