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Kommentar zur CDU

Der Faktor Frau

Ist es in der Politik zum Nachteil geworden, ein Mann zu sein? Bernd Schulze-Waltrup empfindet es so, wenn er sagt: »Ich kann es nicht ändern, ein Mann zu sein.« Dass ihm Birgit Ernst vorgezogen werden soll, um bei der endgültigen Festlegung der Europawahl-Liste der NRW-CDU mit einer Frau einen sicheren Platz zu holen, hält er für ungerecht.

Andreas Schnadwinkel

Birgit Ernst (links) und Bernd Schulze-Waltrup wollen nach Brüssel. Foto: Thorsten Schneider/Marco Kerber

Der Faktor Frau spielt in der Parteipolitik eine immer größere Rolle. Man kann unterschiedlicher Meinung darüber sein, ob Geschlechterquoten sinnvoll sind. Und wenn ja, wie hoch die Quote sein soll. Und am Ende hat auch noch das Bundesverfassungsgericht eine Meinung dazu.

Es gibt Beispiele dafür, dass das Geschlecht schwerer wiegt als die Qualifikation. Wären Dorothee Bär (CSU, Staatsministerin für Digitalisierung), Annette Widmann-Mauz (CDU, Integrationsbeauftragte) und Anja Karliczek (CDU, Bundesbildungsministerin) in ihren Positionen, wenn sie keine Frauen wären?

Diese Frage braucht sich Birgit Ernst nicht stellen zu lassen. Sie hätte das Zeug, in die Rolle zu wachsen und OWL in Brüssel zu vertreten.

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