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Kommentar zum Abriss des "Horrorhauses" in Bosseborn

Die Last mit Sensationstouristen

Das Horrorhaus kommt weg – und das ist auch gut so. Viel zu lange schon haben die Bosseborner ertragen müssen, dass Sensationstouristen in den Saatweg kamen.

Von Marius Thöne

Das Horrorhaus ist in wenigen Minuten abgerissen. Foto: Harald Iding

Auch, weil die Mühlen der Bürokratie langsam mahlen und sich das Verfahren zum Ankauf des Hauses durch die Stadt Höxter vergleichsweise lange hingezogen hat. Hier hätte man sich bei aller Gründlichkeit doch ein etwas höheres Tempo gewünscht.

Dem Vernehmen nach, soll es bei dem Thema nicht in Höxter sondern eher in Düsseldorf geklemmt haben. Jetzt ist es jedenfalls so weit: Die Abrissbagger sind da. Eine Tatsache, über die am Montag im Dorf Erleichterung zu spüren war.

Auch, wenn Daniel Hartmanns Plan, das Haus ohne großen Rummel dem Erdboden gleich zu machen, nicht aufgegangen ist. Natürlich war auch das überregionale Medieninteresse noch einmal groß. Das lässt sich nicht verhindern, dafür standen das Haus und seine Bewohner zu sehr im Fokus des öffentlichen Interesses.

Es ist den Bossebornern zu wünschen, dass sie nach diesem letzten Kapitel zur Ruhe kommen können. Jetzt, da das äußere Zeichen schrecklicher Verbrechen verschwunden ist.

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