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Debatte nach Drosten-Erklärung

Bitte besonnen bleiben – trotz überwundener Pandemie

Schön, die Corona-Pandemie scheint überwunden. Das Virus ist es aber noch lange nicht. Darum ist es auch wichtig, an Schutzmaßnahmen festzuhalten. Zumindest so lange, bis der Winter vorbei ist und in den Kliniken ein wenig mehr Ruhe eingekehrt ist. Ein Kommentar. 

Jetzt mal alle bitte ganz besonnen bleiben. Deutschlands prominentester Virologe Christian Drosten hat nicht das Ende der Corona-Erkrankungen erklärt, sondern lediglich gesagt, dass die Pandemie überwunden sei. Das ist eine schöne Entwarnung – die aber nicht dazu verleiten darf, jetzt leichtfertig zu werden.

Ansagen besser als Appelle

Wenn also Ärztevertreter und auch der viel gescholtene Karl Lauterbach jetzt empfehlen, nicht sofort alle Masken fallen zu lassen, und Infizierten zudem raten, sich ein paar Tage zu isolieren, sind sie weder Spielverderber noch Miesepeter, sondern vernünftig. Und weil klare Ansagen nun einmal besser wirken als Appelle, ist es sinnvoll, ein paar essenzielle Schutzmaßnahmen bis zum Ende des Winters aufrechtzuerhalten.

Hohe Auslastung von Kliniken und Praxen 

Denn auch wenn Corona seinen Schrecken verloren hat, gilt: Gefährdete Menschen müssen nach wie vor ­geschützt werden. Mal ganz abgesehen davon, dass Kliniken und Arztpraxen durch die Grippe- und Erkältungswelle derzeit am Anschlag arbeiten und keine weitere ­Belastung vertragen. Das Gebot der Stunde lautet also: sich über das Ende der Pandemie freuen, bis zum Frühjahr aber noch Vorsicht walten lassen. Sind doch nur noch wenige Wochen.

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