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Kommentar zu Astrazeneca

Erneuter Rückschlag

Statistisch gesehen ist die Sache klar: Die Coronaimpfung mit Astrazeneca verhindert mehr Todesfälle, als die vielleicht mit der Impfung ausgelösten Hirnthrombosen verursachen werden.

Andreas Kolesch 

Wird in deutschen Impfzentren aktuell nur noch an Personen über 60 verimpft. Foto: imago images/MiS

Doch nach ethischen Maßstäben verbietet sich solches Aufrechnen. Jedes Schicksal, jeder Mensch ist gleich viel wert. Und da nun einmal auffällig viele Frauen unter 55 nach einer Impfung mit Astrazeneca eine schwere oder gar tödliche Thrombose erlitten haben, ist hier ein unverhältnismäßig hohes Risiko nicht auszuschließen. Ein vorläufiger Anwendungsstopp für diese Gruppe erscheint also gerechtfertigt. Dass nun offenbar auch unklare Fälle bei Männern hinzukommen, wirft neue Fragen auf.

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