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Kommentar zu den Impfungen

Es geht zu langsam

Schnellere Impfungen für Schul- und Kitapersonal: Eine entsprechende Änderung der Impfverordnung ist angesichts der breiten politischen Unterstützung für dieses Vorhaben absehbar.

Andreas Kolesch 

Impfung im Bielefelder Franziskus-Hospital Foto: Thomas F. Starke

Doch machen wir uns nichts vor: Bis tatsächlich jeder Grundschullehrer und jede Erzieherin geimpft sind, werden Wochen vergehen.

Angesichts Zigtausender bislang ungenutzter Dosen des Astrazeneca-Serums ist unübersehbar: Mit dem Impfen geht es insgesamt zu langsam voran in Deutschland. Neben dem Mangel an mRNA-Impfstoffen sind die Terminvergabebürokratie, aber auch die unter Teilen der Impfberechtigten ausgeprägte Ablehnung des Astrazeneca-Mittels die größten Bremser.

Da erscheint der Vorschlag des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach tatsächlich bedenkenswert, nicht nur Schul- und Kitapersonal, sondern allen Kandidaten der dritten Vorrangstufe eine schnellere Impfung zu ermöglichen. Das beträfe dann etwa Patienten mit Asthma oder Krebs-Vorerkrankungen – aber auch die Kassiererin im Supermarkt. Auch dann wäre nicht ganz Deutschland über Nacht geimpft. Aber der Berg der ungenutzten Impfdosen würde garantiert kleiner werden.

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