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Kommentar zur Lebensmittel-Verschwendung

Es gibt Hoffnung

Neun von zehn Deutschen zwischen 21 und 51 Jahren werfen regelmäßig Essen weg . Die Generationen, die den Krieg miterlebt haben oder mit anderen Entbehrungen aufgewachsen sind, haben ein anderes Verhältnis zu Lebensmitteln. Aber den »Jüngeren« daraus den Vorwurf der Ignoranz für den Wert einer warmen Mahlzeit zu stricken, ist zu einfach gedacht.

Jan Gruhn

Eine Sammeltonnen mit Obst-, Gemüse- und andere Lebensmittelabfällen. Foto: dpa

Lebensmittel sind heute zwar billig wie nie und im Überfluss vorhanden. Sie sind aber zumeist auch hochgradig verarbeitet – und werden von der Industrie praktisch verzehrfertig serviert. Wer nicht sieht, wie viel Arbeit alleine in einer guten Pizza steckt, weiß sie natürlich weniger zu schätzen. Hinzu kommt, dass beim wachsenden Alltagsstress zunehmend die Zeit fehlt, sich täglich zutiefst dankbar mit der Bedeutung unserer prall gefüllten Kühlschränke zu befassen. Doch gibt es auch Gegenbewegungen.

Selbst wenn manche Menschen bei der quasi-religiösen Debatte zwischen Fleischessern und Vegetariern genervt die Augen verdrehen dürften: Sie zeigt, dass sich etwas bewegt auf den Mittagstischen der Deutschen.

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