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Kommentar zur Erklärung von DFB-Präsident Grindel

Es gibt noch Fragen

Das DFB-Debakel geht munter weiter. Auch die späte Erklärung des schwer angezählten obersten nationalen Fußballers Reinhard Grindel war alles andere als ein großer Wurf.

Oliver Kreth

DFB-Präsident Reinhard Grindel. Foto: dpa

Der DFB-Chef, Ex-CDU-Abgeordnete und Ex-TV-Journalist flüchtete sich vor allem in eines – Allgemeinplätze. Und in schlechter, recht neuer Tradition: Nachfragen sind nicht möglich.

Dabei wäre durchaus Bedarf vorhanden. Zum Beispiel, wie er das denn nun wirklich gemeint hat im Bundestag in Sachen Zuwanderung, Optionsmodell und Integration. Oder ob er es wirklich erstaunlich findet, dass Mesut Özil (oder einer seiner Berater) die Grindel-Rede im Bundestag aus dem Jahr 2004 (»Multikulti ist in Wahrheit Kuddelmuddel. Es ist eine Lebenslüge«) vor dem aktuellen Hintergrund noch etwas schlechter findet als zahlreiche andere Bundestagsabgeordnete, die den DFB 2013 darüber informierten, dass sein Schatzmeister vielleicht doch nicht so ganz zu den Werten des Deutschen Fußball-Bundes passt. Aber: Nachfragen unerwünscht.

So wurschtelt der DFB munter weiter. Und es ist keiner in Sicht, der den DFB wieder in Führung bringen könnte. Reinhard Grindel auf jeden Fall nicht.

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