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Kommentar zu Galeria Karstadt Kaufhof

Fass ohne Boden

Es wäre ein fatales Szenario: Bielefeld ohne Karstadt, Paderborn ohne Galeria Kaufhof. Den Innenstädten würden Frequenzbringer fehlen. Hässliche Leerstände wären eine weitere Folge – mal ganz abgesehen von den Jobs, die verloren gingen. Noch kommen die Kunden, aber offenbar eben nicht in ausreichendem Maße. Vielleicht, weil das Sortiment nicht passt. Vielleicht, weil schlicht das Einkaufserlebnis fehlt – Stichwort Sanierungsstau.

Von Paul Edgar Fels

Eine Passantin geht an einer Karstadt-Filiale der Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof im Stadtteil Eimsbüttel in Hamburg entlang. Foto: IMAGO/Nikita

Es ist verständlich, dass der Städtetag ein klares Sanierungskonzept fordert. Doch was heißt das genau? Die Warenhausketten in Deutschland leiden seit rund zwei Jahrzehnten unter Umsatzschwund. Auch ein Zusammenschluss von Karstadt und Galeria Kaufhof brachte keine Besserung. Dann kam Corona, nun die Energiekrise und eine hohe Inflation. 680 Millionen Euro an staatlichen Hilfen waren bisher nicht genug. Weitere Millionen an Hilfskrediten sollten folgen. Ein Fass ohne Boden. Das Niedergang der Kette kennt kein Ende.

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