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Meinung

Go East

Das waren noch Zeiten, als Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Sachsen »die fünf neuen Länder« hießen.

Andreas Schnadwinkel

Annegret Kramp-Karrenbauer, Bundesvorsitzende der CDU, und Paul Ziemiak, CDU-Generalsekretär, stehen zu Beginn der Sitzung des CDU-Bundesvorstands zusammen. Foto: dpa

Nun liegt der Fall der Berliner Mauer bald 30 Jahre zurück und die Tinte unter dem Einigungsvertrag ist auch schon seit dem 31. August 1990 trocken, da entdecken CDU und SPD den Osten für sich ganz neu. Und irgendwie ist er für die Bundespolitik immer noch Neuland. Sonst gäbe es keine Ost-Beauftragte mehr.

Man ist sich seit der Flüchtlingskrise wieder fremder geworden. Spätestens mit Beginn der Pegida-Proteste war manchen »Wessis« klar, dass »die Ossis« einfach anders ticken und komisch drauf sind. Aber wählen dürfen sie trotzdem. Gleich dreimal in diesem Jahr.

Und wenn die Wahlen nicht so bedeutend wären, hätten CDU und SPD beim Kohle-Kompromiss wohl kaum so viel Rücksicht auf die Braunkohlegebiete im Osten genommen – und würden nicht weitere Segnungen für die Bundesländer erfinden, in denen die Bürger abstimmen.

Dass CDU und SPD dort seit fast 30 Jahren regieren oder mitregieren und für die Verhältnisse verantwortlich sind? Geschenkt!

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