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Kommentar zum Krieg und der Zögerlichkeit des Westens

In der Ukraine stirbt leise die Hoffnung

Vier Monate nach Kriegsbeginn hat die Ukraine den Rückzug ihrer Truppen aus der umkämpften Stadt Sjewjerodonezk im Osten des Landes angeordnet. „Es ist jetzt eine Situation, in der es keinen Sinn macht, in zerschlagenen Stellungen auszuharren“, sagte dazu Serhij Hajdaj, der Gouverneur des Gebiets Luhansk. Nur eine rationale militärische Entscheidung also - oder doch auch ein Zeichen dafür, dass in der Ukraine jeden Tag ein bisschen die Hoffnung stirbt?

Von Ulrich Windolph

Ein ukrainischer Soldat während schwerer Kämpfe an der Frontlinie in Sjewjerodonezk. Foto: Oleksandr Ratushniak/AP/dpa

Während halb Deutschland in die Sommerferien aufbricht, geht das Bomben und Sterben, das Vergewaltigen und Verschleppen, das Erniedrigen und Zerstören in der Ukraine unvermindert weiter. Nach 120 Tagen hat Wladimir Putin ein wichtiges Ziel erreicht. Vielleicht ist es sogar das Wichtigste. Es ist unsere Gewöhnung.

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