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Kommentar

Start des G7-Außenministertreffens: Der Geist von Münster

Das G7-Treffen in Münster ist ein großes Event. Sicherlich kann man sich über die Anwesenheit der Außenminister wegen Störungen im Alltagsablauf ärgern. Aber sollte man nicht vielmehr stolz darauf sein? Ein Kommentar.

Eine Motorradstaffel der Polizei fährt über den Prinzipalmarkt, wo sich am Donnerstag die Teilnehmer der G7 treffen.  Foto: Guido Kirchner/dpa

Ist das G7-Außenministertreffen in Münster ein überflüssiges Mega-Event? Nein. Es ist eine große Chance. In Deutschland hat die Wahl von dezentralen Orten, von denen aus man Politik formt, eine lange Tradition.

Schon die Weimarer Republik wurde bewusst abseits von Berlin begründet – damals voller Hoffnung, die klassisch-humanistische Aura der Goethestadt würde einen Wandel begründen. Auch Münster hat das besondere Potenzial, mit seiner positiven Geschichte des Westfälischen Friedens als Neubeginn in kritischen Zeiten zu inspirieren.

Motor für eine lebenswertere Welt

Wie außergewöhnlich im Schatten des Ukraine-Kriegs die Weltlage ist, zeigt eine Zahl: Treffen sich die G7-Außenminister im Normalfall zwei Mal im Jahr, kommen sie nun bereits zum zehnten Mal zusammen. Ihre Aufgabe ist gerade vor allem Krisenmanagement.

Doch die G7 hat eine viel tiefere Funktion. Die Mit­glieder sehen sich als Wertepartner, als Motor für eine ­lebenswertere Welt. Der Geist von Münster mit seinem imposanten Friedenssaal bietet eine Chance, diese Werte mit Leben zu füllen. Man kann sich über die Anwesenheit der G7-Außenminister wegen Störungen im Alltagsablauf ärgern. Sollte man nicht vielmehr stolz darauf sein?

Alle grundlegenden Informationen zum G7-Treffen in Münster finden Sie auf unserer Special-Seite. Und unter folgendem Link steht das gesamte WN-Angebot vier Wochen kostenfrei zur Verfügung: wn.de/digitalbasis

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