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Kommentar

Probleme der Rentenkasse sind lösbar: Senioren umwerben

Neu ist die Warnung nicht: Der demografische Wandel in Deutschland – gepaart mit dem Wunsch vieler Jungsenioren, kurz nach Vollendung des 60. Lebensjahres das Arbeitsleben zu beenden – stellt die Rentenkasse vor ein gewaltiges ­Finanzierungsproblem. Doch es gibt ­einige sinnvolle Lösungsansätze.

Immer mehr Rentner müssen von immer weniger Arbeitnehmern finanziert werden. Foto: dpa

Zum einen sollten die Unternehmen und der Gesetzgeber Bedingungen schaffen, die es für ältere Mitarbeiter attraktiver machen, über das 63., 65. oder gar 67. Lebensjahr hinaus erwerbstätig zu sein.

Damit wäre nicht nur das Loch in der Rentenkasse zu verkleinern, sondern auch das Problem des Fachkräftemangels zu lindern. Einen ähnlichen Effekt hat die Anwerbung von mehr jungen ausländischen Fachkräften. Auch sie tragen zu den Einnahmen der Rentenversicherung bei.

Vermieden werden sollte, Beitragszahler und Arbeit­geber stärker zu belasten. Defizite sollten aus dem Staatssäckel, also aus Steuermitteln, finanziert werden – einerseits, um die junge Generation nicht noch stärker zu beanspruchen, und andererseits, um die Wirtschaftskraft des Landes nicht zu schwächen. Außerdem würden so auch Rentner und Selbstständige an den Kosten beteiligt.

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