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Kommentar zur Berufsausbildung

Lernbedarf

Alle müssen lernen – diejenigen, die einen Ausbildungsplatz suchen, genauso wie die Unternehmer.

Bernhard Hertlein

Symbolbild. Foto: dpa

Manche Schüler müssen erkennen, dass das Lernen mit dem Ende der Schulzeit nicht aufhört. Eigentlich hört die Notwendigkeit, sich weiterzubilden, nie auf. Jene mit einem schlechten Abschluss machen die leidvolle Erfahrung, dass ein Mehrangebot an offenen Stellen nicht heißt, dass ihnen ein Ausbildungsplatz schon sicher ist.

Es ist für einen Jugendlichen natürlich schmerzhaft, zu erkennen, dass er vielleicht nicht sofort im Wunschberuf starten kann. Oder dass er einen längeren Anfahrtweg zur Lehrstelle in Kauf nehmen muss.

Es soll Unternehmer geben, die erst noch lernen müssen, dass heute ausbilden muss, wer morgen erfolgreich sein will. Clevere investieren zudem in Personalmarketing. Die Ideen reichen von Familientagen, an denen sich die Firma vorstellt, bis zu Angeboten für Fitnesskurse oder Auslandsaufenthalte.

Es mag Gründe geben, mangelnde Ausbildungsreife von Bewerbern zu kritisieren. Abhilfe aber schafft, wer selbst aktiv wird und gegebenfalls nachschult.

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