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Kommentar zum Geständnis der Falschaussage von Benedikt XVI.

Moralischer Bankrott

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. gesteht eine Falschaussage – und das in einer zentralen Frage des Missbrauchsgutachtens für das Erzbistum München und Freising. Doch für aufrichtige Reue ist es längst zu spät. Was bleibt, ist eine moralische Bankrotterklärung der katholischen Kirche. Und die bittere Erkenntnis, dass die Selbstheilungskräfte einfach nicht groß genug sind. Darum ist jetzt die Politik gefordert.

Von Ulrich Windolph

Der emeritierte Papst Benedikt XVI 2014 im Vatikan. Foto: Andrew Medichini/AP/dpa

Thomas Schüller hatte es schon geahnt. „Joseph Ratzinger hat die letzte Chance vertan, reinen Tisch zu machen. Er wird der Unwahrheit überführt und demaskiert sich damit selbst als aktiver Vertuscher“, sagte der renommierte Münsteraner Kirchenrechtler am vergangenen Donnerstag nach der Veröffentlichung des Missbrauchsgutachtens für das Erzbistum München und Freising.

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