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Kommentar zu Brexit

No time – keine Zeit

Davis weg. Johnson weg. Auf der britischen Insel häufen sich die Exits. Nur für einen geordneten Brexit stehen die Chancen immer schlechter.

Bernhard Hertlein

Gerade erst hat Theresa May die Mehrheit des Kabinetts für ihren Vorschlag eines »weichen Ausstiegs« aus der EU gewinnen können, schon stürzt das ohnehin wackelige Kartenhaus erneut ein. Foto: dpa

Gerade erst hat Theresa May die Mehrheit des Kabinetts für ihren Vorschlag eines »weichen Ausstiegs« aus der EU gewinnen können, schon stürzt das ohnehin wackelige Kartenhaus erneut ein. Zeit, um das entstandene Chaos wieder zu richten, gibt es nicht. Bis Oktober dieses Jahres muss der Brexit-Vertrag in London und Brüssel auf dem Tisch liegen. Doch viele wichtige Fragen sind weiter offen.

Angesichts der von US-Präsident Donald Trump betriebenen Auflösung der westlichen Staaten- und Werteordnung wünschte man sich, dass die europäischen Staatschefs nach britischer Art erstmal eine Pause einlegen, abwarten und Tee trinken.

Vielleicht entstünde dabei eine Idee, wie die Karten neu gemischt werden können. Doch dafür gibt es angesichts von 60 Brexit-Hardlinern in Mays eigener Partei keine Chance. Die EU gerät immer mehr in die Zwangslage, bei den Verhandlungen auch noch die Interessen der Briten zu vertreten.

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