Kommentar zur Lufthansa

Noch die Kurve gekriegt

Es ist gut, dass der Münchner Milliardär und Lufthansa-Großaktionär Heinz Hermann Thiele am Donnerstag auf der Hauptversammlung noch die Kurve bekommen hat. Hätte er Kurs gegen die Staatsbeteiligung gehalten, hätte dies unweigerlich zu einer Bruchlandlandung geführt – sprich: zur Insolvenz.

Bernhard Hertlein

Lufthansa-Flugzeug hebt ab. Foto: dpa

Die größte deutsche Airline steckte freilich auch schon vor der Corona-Pandemie in Turbulenzen. Die Auseinandersetzungen mit den verschiedenen Gewerkschaften waren zum Leidwesen der Kundschaft ein ständiger Flugbegleiter. Hinzu kam für alle Airlines der Gegenwind durch eine kritische Gesellschaft, die in zunehmend größerer Zahl von der Luftfahrtbranche einen spürbareren Beitrag zu Klima- und Umweltschutz verlangt.

Die Staatsbeteiligung , die als Pfand für den Neun-Milliarden-Beitrag des Steuerzahlers zur Sanierung der Lufthansa herhalten muss, ist ungeliebt, aber angesichts eines monatelangen flugzeugfreien Himmels auch unumgänglich.

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