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Kommentar zur Vergabe der KfW-Kredite

Ohne Risiko geht es nicht

Etwa 70 Milliarden Euro haben wir nach vorsichtigen Schätzungen 2008 für die Bankenrettung in Deutschland bezahlt, fast eine Milliarde Euro sollen allein an die Sparkassenverbände Westfalen-Lippe und Rheinland gegangen sein.

Christian Althoff

Die ersten KfW-Hilfskredite sind bereits in der ersten Woche des staatlichen Sonderprogramms ausgezahlt worden. Foto: dpa

Das sollten Geldinstitute im Hinterkopf haben, wenn jetzt Handwerker, kleinere Unternehmer und die viel zitierten Mittelständler bei ihnen KfW-Kredite beantragen, um durch die Krise zu kommen. Bei kleinen Firmen trägt die KfW 90 Prozent des Risikos, bei großen 80 . Die Hausbanken sollen das restliche Ausfallrisiko übernehmen, und da tun sich viele schwer, wie immer mehr Anrufe von Firmenchefs in unserer Redaktion zeigen.

Klar: Angesichts der Krise drohen Geldinstituten jetzt lange laufende Kredite zu platzen, und da will man sich nicht noch neue Risiken ins Haus holen. Zudem sind möglicherweise aber auch die Vorgaben der KfW (zwei verlustfreie Jahre, Eigenkapital, schnelle Zurückzahlung) so restriktiv, dass Hausbanken die Hände gebunden sind. Dann allerdings sollten die Regeln schnellstens überdacht werden.

Die Milliardenhilfe des Bundes klingt gut. Aber wenn sie nicht ankommt, ist sie keinen Cent wert.

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