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Kommentar

Letzte Ehre für Königin Elizabeth II.: Eine Jahrhundertfigur

Wenn Trauer zum Großereignis wird: Vor dem Staatsbegräbnis von Queen Elizabeth II. am Montag haben sich Tausende Menschen in die wohl bekannteste Warteschlange der Welt eingereiht. Warum bewegt der Tod der Queen die Welt? Ein Kommentar. 

Von Doerthe Rayen

Der Sarg von Queen Elizabeth II. in der Westminster Hall Foto: IMAGO/Pool / i-Images

Hunderttausende Menschen sind in den vergangenen Tagen nach London gereist. Sie haben bis zu 24 Stunden Schlange gestanden, um Elizabeth II. die letzte Ehre in Westminster Hall zu erweisen. Vom Taxifahrer bis zum Fußballstar: Sie alle eint der Wunsch, ihrer Königin ein letztes Mal Respekt zu bekunden. Diese Monarchin hat eine einzigartige Strahlkraft.

Mehr noch: Die Menschen wollen Teil der Geschichte sein, wenn eine Königin zu Grabe getragen wird, die 70 Jahre und 214 Tage im Dienst stand. Was sind schon ein paar Stunden Anstehen mit Blick auf sieben Jahrzehnte Kontinuität und Pflichterfüllung ihrer Queen? Schlangestehen ist außerdem eine Tugend der Briten. Sie können es perfekt: Die Länge der „Queue“ war online abrufbar. Es gab Bändchen, die ein Austreten ermöglichen. Die Wartenden wurden fürsorglich von Anwohnern entlang der Themse mit Tee und Kaffee versorgt.

4,1 Milliarden Zuschauer beim Staatsbegräbnis

Das Staatsbegräbnis soll mit geschätzt 4,1 Milliarden Zuschauern das größte mediale Ereignis aller Zeiten werden. Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung wollen beim Abschiednehmen dabeisein. Elizabeth II. fasziniert über ihren Tod hinaus. So ist das bei Jahrhundertfiguren.

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