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Kommentar zur Verschiebung des Lieferkettengesetzes

Schlechte Nachricht

Bernhard Hertlein

Lederwarenfabrik in dem berüchtigten berüchtigten Gerbereiviertel Hazaribagh in Bangladesch. Foto: Bernhard Hertlein

Schlechte Nachricht für das Mädchen, das in Südindien zur Arbeit gezwungen wird. Schlecht für die Näherin in Bangladesch, die der Arbeitgeber sexuell misshandelt. Und schlecht für den Gewerkschafter, der in Brasilien in Haft ist: Die Bundesregierung hat das geplante Lieferkettengesetz verschoben .

Es gibt nach Einschätzung der Koalition in Berlin derzeit Wichtigeres. Aber werden die Maßnahmen gegen das Coronavirus wirklich besser, wenn sich alle nur noch um das eine Thema kümmern?

Noch besteht Hoffnung, dass das Lieferkettengesetz spätestens im April doch auf den Kabinettstisch kommt.

Alles andere wäre eine schlechte Nachricht auch für deutsche Unternehmen und ihre Lieferanten, die sich an die Gesetze halten und dadurch im Wettbewerb mit schwarzen Schafen benachteiligt sind.

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