Kommentar zu Renten-Studien

Schlechte Nachrichten

So kann es nicht weitergehen mit der Rente. Das haben die jüngsten Studien überdeutlich bestätigt. Ein sinkendes Rentenniveau trotz steigender Beiträge und explodierender Steuerzuschüsse ist absehbar.

Von Andreas Kolesch

Symbolfoto Foto: Stephan Scheuer

Schon schlägt der wissenschaftliche Renten-Beirat beim Wirtschaftsministerium das Arbeiten bis 68 vor. Dass die Politik mit Schweigen reagierte, ist nicht verwunderlich. Denn es steht gerade eine Bundestagswahl bevor, und da möchte sich niemand mit schlechten Nachrichten unbeliebt machen. Mit Schweigen aber lassen sich keine Probleme lösen.

Angesichts der jüngsten Zahlen sollten sich die Rentner von übermorgen fragen, ob der Generationenvertrag für sie noch fair ist. Wer heute ins Berufsleben startet, der wird absehbar immer mehr zahlen und immer länger arbeiten müssen – und trotzdem immer weniger bekommen. Zugleich wird die vom Staat so gerne propagierte private Altersvorsorge durch Nullzinsen und Riester-Debakel ad absurdum geführt.

Deutschland braucht eine Renten-Debatte. Wer hat den Mut, sie zu eröffnen?

Startseite