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Im Land der hohen Spritpreise

Teures Tanken

Mit dem Auslaufen des sogenannten Tankrabatts Ende August ist Kraftstoff in Deutschland wieder teurer als in allen direkten EU-Nachbarstaaten. Ein Kommentar.

Von Martin Ellerich

Das Tanken ist in Deutschland nach dem Auslaufen des Tankrabatts wieder teurer als in den EU-Nachbarländern. Foto: Foto: dpa/Marijan Murat

Es ist schmerzhaft für Autofahrer, aber keine Überraschung: Die Spritpreise in Deutschland sind nach Auslaufen des Tankrabatts wieder höher als bei den EU-Nachbarn. Wie sollte es anders sein, wenn die steuerlichen Abgaben hierzulande zu den höchsten in Europa gehören?

Der Staat kassiert an deutschen Tankstellen kräftig mit: Zahlen die Autofahrer zum Beispiel 2,10 Euro für den Liter E-10, so sind davon 65,4 Cent Energiesteuer und 33,5 Cent Mehrwertsteuer. Dazu kommt die CO2-Abgabe. Das summiert sich. Und: Steigt der Spritpreis, so steigt auch die Belastung durch die Mehrwertsteuer.

Dass der Tankrabatt bis zum letzten Cent bei den Verbrauchern angekommen ist, mag man bezweifeln. Klar ist: Sein Wegfall macht sich jetzt bemerkbar. Die Kraftstoffpreise nagen empfindlich am Budget der Familien, die ohnehin unter den Gas- und Strompreisen stöhnen. Das frisst Kaufkraft, schmälert die Kauflaune. Dies werden wiederum die Händler spüren. Und: Ländliche Regionen wie das Münsterland oder Ostwestfalen-Lippe leiden besonders. Hier müssen nicht nur besonders viele Menschen weit zur Arbeit pendeln, auch das Angebot bei Bus und Bahn fällt schmaler aus, je dünner eine Region besiedelt ist.

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