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Kommentar zu agrarpolitischer Diskussion in Herford

Unbedarft und uninformiert

Dass eine einzelne Politikerrunde im Wahlkampf die Probleme der Landwirtschaft lösen kann – damit hatte selbstverständlich niemand gerechnet.

Von Bernd Bexte

Symbolbild. Foto: Patrick Seeger/dpa

Es ging darum, im Gespräch zu bleiben, von den Sorgen und Nöten auf den heimischen Höfen zu hören.

Das ist gelungen und war von einem seit jeher um offensive Öffentlichkeitsarbeit bemühten Kreisverband auch so zu erwarten.

Erstaunlich war allerdings, mit welcher Unbedarftheit und offensichtlichen Unkenntnis um die Zusammenhänge der Landwirtschaft so mancher Landtagskandidat auf dem Podium stand.

Klar, Agrarpolitik wird hauptsächlich in Brüssel und Berlin gemacht. Aber wer auf Augenhöhe diskutieren möchte, ja, sich auch als Vertreter der Landwirte in Düsseldorf bewirbt, sollte mehr draufhaben. Im Gespräch zu bleiben, heißt auch, die in manchem Punkt berechtigte Kritik an der Landwirtschaft sachlich fundiert vertreten zu können. Es schien, als hätte so recht keiner der Polit-Profis das Zeug dazu.

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