Kommentar zu abgesagten Corona-Impfterminen mit Impfstoff von Astrazeneca

Unbegründete Furcht

Einen Impftermin platzen zu lassen, ist unsozial. In Deutschland wird niemand zu einer Immunisierung gezwungen. Wer aber angemeldet ist und dann nicht erscheint, behindert den so wichtigen Impffortschritt massiv.

Mirco Heuping

Eine Ampulle des Impfstoffes von Astrazeneca. Foto: Russell Cheyne/PA Wire/dpa

Gerade jetzt, wo der Impfstoff noch knapp und die sozialen und wirtschaftlichen Folgen des Lockdowns für viele brutal sind, kann es sich unsere Gesellschaft nicht leisten, verfügbaren Impfstoff ungenutzt zu lassen.

Zugegeben, in der Außendarstellung hat Astrazeneca in den vergangenen Wochen keine glückliche Figur gemacht. Das hat Vertrauen gekostet. Dennoch ist der Impfstoff des Pharmakonzerns wirksam und die Nebenwirkungen bleiben in einem vorher erwarteten und vor allem üblichen Rahmen. Andernfalls hätte er in Deutschland keine Zulassung erhalten.

In Großbritannien wird fast ausschließlich und millionenfach mit dem Vakzin von Astrazeneca geimpft. Die Erfahrungen sind gut, Furcht ist unbegründet. Wer die Impfung ausschlägt, darf sich über einen weiteren Lockdown nicht beschweren. Die mRNA-Impfstoffe mögen zwar noch wirksamer sein, doch werden sie lange nicht in ausreichender Zahl verfügbar sein.

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