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Kommentar zur atomaren Abrüstung

USA in der Sackgasse

Außenminister Mike Pompeo glaubt dem Vernehmen nach selbst nicht, dass Nordkorea es mit der vollständigen, unumkehrbaren und nachweisbaren nuklearen Entwaffnung ernst meint. Wie könnte der ehemalige CIA-Chef das auch, ohne sich als naiv zu disqualifizieren? Haben US-Geheimdienste doch gerade erst neue Erkenntnisse darüber gewonnen, wie das Regime versucht, seine Bestände und Produktionsstätten zu verschleiern.

Thomas J. Spang

US-Außenminister Mike Pompeo. Foto: dpa

Die offene Frage bleibt: Was hat Donald Trump bewogen, die nukleare Gefahr nach dem Treffen mit Kim Jong-Un für »beendet« zu erklären?

Tatsächlich hat sich Trump mit seinem verfrühten Jubel nach dem Gipfel von Singapur schon selbst blamiert. Schlimmer noch: Er manövrierte die Supermacht in eine gefährliche Sackgasse. Entweder räumt der selbst ernannte »Meister des Deals« seine Fehleinschätzung ein oder er hält den Schein aufrecht.

Einen Weg zurück zu der Kampagne des »maximalen Drucks« gegen Nordkorea gibt es jedenfalls nicht mehr. Wegen des di­plomatischen Amateurs im Weißen Haus ist das Risiko einer militärischen Eskalation auf der koreanischen Halbinsel nun höher als je zuvor.

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