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Kommentar zu Black Friday und Weihnachtseinkäufen

Vertrackt

Jetzt muss der Händler in einer größeren Stadt schon fürchten, von zu vielen Kunden aufgesucht zu werden. Das ist für die Betroffenen wirklich eine vertrackte Situation – wenn auch bei weitem nicht die einzige vertrackte in der Pandemie.

Bernhard Hertlein 

Kleine Schlange von Einkaufswilligen am Samstagabend in der Bielefelder City. Foto: Markus Poch

Der Onlinehandel hat das Problem nicht, muss er doch keine Angst haben, dass der Platz auf den Straßen für zusätzliche Transporte zu eng würde. Helfen kann – vielgeübt und in der Coronakrise leider oft umsonst – nur der Appell an die Vernunft. Selbst ohne verkaufsoffene Adventssonntage gibt es zum Geschenkekauf außer den ausstehenden drei Freitagen und drei Samstagen, heute eingerechnet noch 16 weitere Wochentage. Und nicht jeder muss jeden Tag zur Arbeit.

Was das Black-Friday-Chaos in Bielefeld betrifft, so ist es müßig, allein dem Handel die Schuld zu geben. Schließlich zeigt der „Erfolg“ der Rabattaktionen, wie einseitig ein Großteil der Verbraucher auf Niedrigpreise fixiert ist. In anderer Hinsicht muss sich aber auch der Handel vor Ort an die eigene Nase fassen: Offenbar hielten es einige nicht für nötig, auch vor der Ladentür nach dem Rechten zu sehen und Wartende dort zur Einhaltung der Abstands- und Maskenpflicht anzuhalten.

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