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Preispolitik beim SC Paderborn

Weniger geht gar nicht

Von Matthias Reichstein

Ein Blick in das Stadion des SC Paderborn, das im Juli 2008 eröffnet wurde und seit zwei Jahren Benteler-Arena heißt. Foto: Jörn Hannemann

Der kleine Neuling aus Paderborn bittet seine Anhänger kräftig zur Kasse, keine Frage. Abgezockt hat er die Fußball-Fans dennoch nicht. Angebot und Nachfrage haben vielmehr den Preis geregelt, denn der SC Paderborn hätte mehr als 30.000 Dauerkarten verkaufen können – so riesig ist das Interesse am Bundesliga-Ball.

Die Preissteigerung ist mit bis zu 90 Prozent deftig ausgefallen, viel Spielraum gab's aber auch nicht. Der Etat mit 34 Millionen Euro ist für den SCP ambitioniert, ligaweit sind die Ostwestfalen damit dennoch Schlusslicht. Das macht deutlich: Noch weniger geht gar nicht. Zumindest nicht, wenn man eine konkurrenzfähige Mannschaft aufs Feld schicken will, gleichzeitig Schulden abbauen möchte und nebenbei auch die eigene Arena abbezahlen muss.

Und noch eins: Wer bei den Bundesliga-Konkurrenten in München oder Dortmund unterm Stadiondach hockt, sitzt billiger und wird in der Regel mit besserem Fußball belohnt. Das ist so. Aber auch nur, wenn man was sieht. Denn bei aller Kritik an der Preispolitik, eines ist in Paderborn garantiert: erstklassige Sicht. Auf jedem Platz.

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