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Kommentar zur Debatte um den Corona-Lockdown

Wenn, dann jetzt

Alles Appellieren, Bitten und Betteln an die Einsicht der Bürger, ihre Kontakte zurückzufahren und so dem Coronavirus die Stirn zu bieten, hat offenkundig nur wenig gebracht. Die Zahl der Neuinfektionen geht nicht signifikant zurück, die Zahl der im Corona-Kontext Verstorbenen steigt hingegen.

Elmar Ries 

Symbolbild Foto: Imago/Klaus Meyer

Der „Lockdown light“ hat ausgedient, im Kampf gegen die Pandemie geht‘s jetzt ans Eingemachte.Eine Neuauflage des harten Lockdowns wird auch in Deutschland wahrscheinlich. Frankreich, Portugal, Griechenland, Italien – zahlreiche Länder haben das bereits getan. Das komplette Herunterfahren ist die ­Ultima Ratio. Konsequent wäre allerdings, diesen Schritt nicht erst nach den Feiertagen zu gehen. Abwarten spielt dem Virus nur in die Hände. Das zeigen die leidvollen Erfahrungen der vergangenen Monate. Eine baldige Kontaktbeschränkung einzufordern – mehr geht ja nicht –, ist zudem ­sinnvoll, damit Weihnachten 2020 nicht als Superspreading-Ereignis in die Geschichte eingeht.

Natürlich ist all das hart. Für die Menschen, die die ­Festtage gern zusammen verbringen möchten, für den Handel, die Gastronomie, die allesamt am Stock gehen. Aber: Was ist jetzt noch die Alternative?

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