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Kommentar zur neuen Virus-Variante

Zähne zusammenbeißen

Nun ist sie auch in Ostwestfalen-Lippe nachgewiesen worden, die britische Coronavirus-Variante B.1.1.7. Das ist eine schlechte Nachricht. Denn statt über mögliche Lockdown-Lockerungen muss nun in erster Linie doch wieder über Infektionsschutz gesprochen werden.

Andreas Kolesch

Symbolbild Foto: dpa

Die Mutation ist ansteckender und dadurch auch potenziell tödlicher als die herkömmliche Virus-Variante. Das Problem: Identifizieren lassen sich die mutierten Varianten nur über einen aufwendigen Labortest, bei dem das Erbgut des Erregers Stück für Stück abgelesen wird. Nur ein Bruchteil der Proben kann bislang auf diese Weise untersucht werden. Gut möglich also, dass die britische Variante in OWL trotz des erstmaligen Laborbefunds schon weiter verbreitet ist.

Eine neue Infektionswelle muss unter diesen unklaren Umständen unbedingt vermieden werden. Für uns Ostwestfalen bedeutet das leider: Nochmals die Zähne zusammenbeißen und möglichst jeden überflüssigen Kontakt vermeiden. Die Alternative wäre verheerend: explodierende Infektionszahlen, abermals überlastete Kliniken und ein noch viel längerer Lockdown. Und den kann nun wirklich niemand wollen.

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